Rohstoffentmachtung Direktrecycling von Heimspeicher & Co. stärkt Unabhängigkeit von China

Quelle: Fraunhofer ISC 4 min Lesedauer

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Viele Haushalte setzen wegen der Strompreise lieber auf Batteriespeicher plus Photovoltaik. Doch irgendwann sind die Systeme am Ende. Statt sie zu entsorgen, forscht man in Würzburg am Recycling ...

Europa ist bei Batterierohstoffen von Asien abhängig. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Batterien für die Energiewende. Einen Ausweg aus dem Dilemma weist das direkte Recycling von LFP-Batterien, wie es am ISC in Würzburg entwickelt wurde. Hier eine Demontageeinheit bei der Arbeit ...(Bild:  Fraunhofer ISC)
Europa ist bei Batterierohstoffen von Asien abhängig. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Batterien für die Energiewende. Einen Ausweg aus dem Dilemma weist das direkte Recycling von LFP-Batterien, wie es am ISC in Würzburg entwickelt wurde. Hier eine Demontageeinheit bei der Arbeit ...
(Bild: Fraunhofer ISC)

Die meisten stationären Batteriespeicher basieren heute auf der Lithium-Ionen-Technologie. Vor allem auf Zellen mit der Materialkombination Lithium-Eisenphosphat (LFP-Zellen). Der Grund ist, dass sie als sicher und langlebig gelten. Sie kommen außerdem ohne kritische Rohstoffe wie Kobalt und Nickel aus. Dennoch werden wertvolle Materialien wie Lithium, Kupfer und Graphit für LFP-Zellen verwendet. Und darin liegt die Herausforderung für Europa. Denn rund 70 Prozent des weltweit genutzten Graphits stammen aus China und die Nachfrage steigt weiter. Seit 2025 gelten auch noch zusätzliche Exportbeschränkungen für Graphit sowie für LFP-Kathodenmaterialien und deren Vorstufen. Unternehmen müssen dafür auch Genehmigungen beantragen, was zu Lieferverzögerungen und Preissteigerungen führt. Doch am Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (ISC) in Würzburg hat man eine Antwort, wie die wertvollen Ressourcen zurückgewonnen werden können. Kurz umschrieben heißt das Ganze direktes Recycling!

Übliche Recyclingprozesse sind für LFP-Zellen nicht ideal

Die gute Nachricht für Europa ist laut ISC, dass eigene Recyclingstrategien die bestehende Abhängigkeit verringern können. Und bis 2030 fallen in Europa Millionen Tonnen von Batterien aus Elektroautos und stationären Speichern an. Das sollte als eine enorme Chance betrachtet werden. Denn durch intelligentes Recycling werden die Batteriehalden zur wertvollen Rohstoffquelle für die Zukunft. Doch klassische Recyclingverfahren wie Pyro- und Hydrometallurgie sind energieintensiv und eher für Batterien mit einem hohen Anteil an den wertvollen Materialien wie Nickel, Mangan und Kobalt (NMC) geeignet. Für die weit verbreiteten Lithium-Eisenphosphat-Batterien sind beide Prozesse nicht ideal, heißt es, weil deren Materialwert deutlich geringer ist. Bei LFP-Zellen sind deshalb zwar auch effiziente und nachhaltige, aber zugleich auch wirtschaftliche Recyclingalternativen gefragt. Hier kommt das Projekt „ReUse“ zum Tragen.

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