Future of Industrial Usability 2024 Mehrwert und Chancen durch Explainable AI

Von Sebastian Human 2 min Lesedauer

Von Predictive Maintenance bis zur optischen Qualitätskontrolle – es gibt viele Möglichkeiten, Prozesse durch künstliche Intelligenz zu verbessern. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, nicht nur AI-Systeme zu implementieren, sondern auch deren Funktionsweise transparent zu gestalten.

Betrachten Unternehmen zukünftige AI-Anwendungsfälle stets vom Menschen ausgehend, leisten sie nicht nur einen Beitrag zu Next Gen UX-Lösungen, sondern sichern auch die langfristige Akzeptanz und den erfolgreichen Einsatz von AI in der Industrie.(Bild:  Vogel Communications Group)
Betrachten Unternehmen zukünftige AI-Anwendungsfälle stets vom Menschen ausgehend, leisten sie nicht nur einen Beitrag zu Next Gen UX-Lösungen, sondern sichern auch die langfristige Akzeptanz und den erfolgreichen Einsatz von AI in der Industrie.
(Bild: Vogel Communications Group)

Diese Anforderung gewinnt an Bedeutung, insbesondere im Kontext des bevorstehenden AI-Acts in der Europäischen Union, der Unternehmen dazu verpflichtet, AI-Entscheidungen nachvollziehbar zu machen. Genau hier setzt Explainable AI (XAI) an.

Future of Industrial Usability - Conference & Expo

Usability in der Industrie – Einfachheit ist Trumpf!

Future of Industrial Usability

Die industrielle Zukunft ist benutzerfreundlich – Future of Industrial Usability weist den Weg, und dient als Plattform, auf der Expertinnen und Experten von neusten Entwicklungen berichten und echter Austausch möglich ist – branchenübergreifend und praxisnah.

Neben Neuigkeiten zu Trends und Entwicklungen lernen die Teilnehmer Methoden, Vorgehensweisen und Techniken des Usability Engineerings kennen, kommen mit Vertretern aus unterschiedlichen Industrien zusammen und finden im Austausch Antworten auf aktuelle Herausforderungen.

Warum ist das ein Thema?

Die Thematik von XAI ist besonders relevant, da der Einsatz von AI oft mit einer gewissen Intransparenz verbunden ist. In bisherigen Anwendungsfällen wird künstliche Intelligenz häufig als „Black Box“ wahrgenommen, deren Entscheidungsprozesse für die Nutzer nicht nachvollziehbar sind. Das kann insbesondere in industriellen Anwendungen, wo Sicherheit und Effizienz oberste Priorität besitzen, zu Unsicherheiten führen.

  • 1. Transparenz und Vertrauen aufbauen: Angesichts der Komplexität intelligenter Systeme ist es entscheidend, dass Unternehmen und deren Mitarbeiter die Entscheidungsfindung von AI-Systemen verstehen. Wissen und Transparenz schaffen Vertrauen, das für die Akzeptanz und den erfolgreichen Einsatz von AI unerlässlich ist.
  • 2. Rechtliche Anforderungen: Mit dem Inkrafttreten des AI-Acts müssen Unternehmen nicht nur die technische Implementierung von AI-Systemen berücksichtigen, sondern auch die rechtlichen Auflagen einhalten, die eine klare, verständliche Kommunikation der AI-Outputs festlegen. Dies bedeutet, dass auch Laien in der Lage sein müssen, AI-Entscheidungen intuitiv zu erfassen.
  • 3. Menschzentrierter Ansatz: Die Entwicklung sollte nicht nur aus einer technikzentrierten Perspektive erfolgen. Stattdessen sollten die Bedürfnisse des Menschen im Mittelpunkt stehen. Um dies zu unterstützen, müssen Unternehmen von Beginn an User Research betreiben und der Mensch muss als zentraler Akteur in den AI-Prozess integriert werden.

David Sauer und Tom Cadera von Cadera Design präsentieren in ihrem Vortrag eine Fallstudie, die qualitatives Feedback von AI- und UX-Expertinnen und -Experten zu einem Clickdummy gesammelt hat. Dieser Prototyp macht die neuen Herausforderungen des XAI erlebbar und dient als Grundlage zur Ableitung erster XAI-Designpatterns. Solche Designmuster ermöglichen es, AI-Entscheidungen verständlich und nachvollziehbar zu kommunizieren.

Diese praktischen Beispiele zeigen auf, wie XAI nicht nur den Einsatz von AI verbessert, sondern auch eine neue Generation von nutzerzentrierten Lösungen inspiriert.

Abschließend wird der Vortrag die Herausforderungen und Grenzen von XAI thematisieren. Wo sind die Grenzen dieser Technologie, und wie können wir proaktiv mit diesen Herausforderungen umgehen? Das wirft eine weitere spannende Frage auf: Stehen wir vor einer Wendepunkt in der Industriegeschichte, an dem ein nicht nutzerzentrierter Entwicklungsprozess strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte?

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