Ausbildung für Industrie 4.0
Prozesskompetenz von Anfang an

Von Jürgen Schreier 2 min Lesedauer

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Vor allem im Maschinenbau spüren die Beschäftigten die Digitalisierung. Diese Entwicklung stellt zugleich neue Anforderungen an die Qualifikation von Mitarbeitern sowie an die Inhalte von Ausbildungsberufen. Das verdeutlichte die Veranstaltung "Ausbildung für Industrie 4.0" des VDMA Ost, der Sächsischen IHK sowie der AG Thüringer IHK in Gera.

Moderne Fertigungsmethoden und klassisches Basiswissen – bei Kaeser Kompressoren lernt der Nachwuchs die gesamte Bandbreite durch eigenes Erfahren.(Bild:  Kaeser Kompressoren)
Moderne Fertigungsmethoden und klassisches Basiswissen – bei Kaeser Kompressoren lernt der Nachwuchs die gesamte Bandbreite durch eigenes Erfahren.
(Bild: Kaeser Kompressoren)

Moderne Technologien, komplexe Prozesse und Industrie 4.0: Die Produktion wandelt sich enorm. "Unternehmen werden diese Herausforderungen nur mit qualifizierten Mitarbeitern meistern", so Jens Hertwig, Geschäftsführer der N+P Informationssysteme GmbH aus Meerane und Vorstandsmitglied des VDMA Ost. "Schon in wenigen Jahren wird es in der Fertigung wahrscheinlich zwei Typen von Facharbeitern geben: diejenigen, die das vielschichtige System der Produktion am Laufen halten – und jene, die für stabile Auftragsprozesse sorgen", blickte er auf die Produktion von 2030. Vor allem die steigende Prozessorientierung müsse sich künftig in den Ausbildungsinhalten der gewerblichen Berufe widerspiegeln. Wichtig sei auch, die Prozesskompetenz bereits ab dem ersten Ausbildungsjahr zu vermitteln.

Berufsbilder an Industrie 4.0 anpassen

"Die Digitalisierung zwingt uns zu schnellerem Handeln", erklärte Udo Staps, Geschäftsführer der FKT Formenbau und Kunststofftechnik GmbH aus Triptis und Vizepräsident der IHK Ostthüringen. "Komplett neue Berufe sind indes derzeit nicht gefragt. Oftmals reichen Zusatzqualifikationen, um bestehende Berufsbilder wie den Mechatroniker oder Industriemechaniker inhaltlich an die neuen Erfordernisse von Industrie 4.0 anzupassen. Dafür sei aber ein gewisses Maß an Risikobereitschaft und Experimentierfreude notwendig", ergänzte der Unternehmer.

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