Vernetzte Geschäftsprozesse
Praxistipp: Citizen-assisted Development anhand von 3 Beispielen

Von Philipp Erdkönig* 6 min Lesedauer

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Citizen-assisted Development nutzt die effektive Kollaboration zwischen Innovatoren und Kuratoren, um Applikationen für Unternehmensprozesse zu liefern. Wie Fachkräfte und IT-Spezialisten gemeinsam entwickeln zeigen drei Praxisbeispiel.

Gemeinsam in einem Boot: Bei Citizen-assisted Development sollen Fachabteilungen gemeinsam mit der IT neue Anwendungen entwickeln. So sollen die Lösungen auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt und gleichzeitig skalierbar sein.(Bild:  gemeinfrei // Unsplash)
Gemeinsam in einem Boot: Bei Citizen-assisted Development sollen Fachabteilungen gemeinsam mit der IT neue Anwendungen entwickeln. So sollen die Lösungen auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt und gleichzeitig skalierbar sein.
(Bild: gemeinfrei // Unsplash)

Die digitale Transformation hat sich in vielen Unternehmen im Zuge der Corona-Pandemie beschleunigt. Besonders wichtig waren dabei flexible und agile Taktiken, um auf wechselnde Anforderungen im Unternehmensalltag reagieren zu können. Auch der Einsatz von Low-Code-Tools hat sich mittlerweile zu einer gängigen Praxis entwickelt, denn damit können Mitarbeiter aus den Fachabteilungen ihre Wunschapplikationen selbst erstellen. Allerdings erweist sich dieses Vorgehen häufig als nicht praktikabel. Daher nutzen immer mehr Unternehmen das sogenannte Citizen-assisted Development – eine vielversprechende Weiterentwicklung des bisherigen Verfahrens.

Der Unterschied zwischen Citizen Development und Citizen-assisted Development

Beim herkömmlichen Citizen Development werden üblicherweise Low-Code-Plattformen als Alternative für eine Entwicklung durch die interne IT-Abteilung genutzt. Mithilfe dieser Tools erstellen Mitarbeiter aus den Fachabteilungen Anwendungen, die sie bei ihrer täglichen Arbeit benötigen. Das Ziel ist eine Entlastung der IT-Abteilung, da immer mehr Applikationen und digitalisierte Arbeitsabläufe erfordert werden. Allerdings führt Citizen Development in den meisten Fällen zu einer wahren Flut an Anwendungen, die zwar dem einzelnen Anwender oder kleinen Gruppen die Verrichtung täglicher Aufgaben erleichtern, aber im Kontext der gesamten Organisation wenig Nutzen stiften. Der Grund: diese Anwendungen sind nicht skalierbar, sie sind nicht mit anderen IT-Anwendungen integriert – wodurch neue Prozess- und Informationsbrüche entstehen – und sie folgen oft keinem einheitlichen Design-Prinzip. Dies verringert die Nutzerfreundlichkeit und hält manchen Mitarbeiter von der Nutzung solcher Applikationen ab.