Industrie 4.0 in der Praxis
Praxisbeispiel: Energie sparen in der transparenten Fabrik

Von Matthias Brandstätter 3 min Lesedauer

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Industrie 4.0 umfasst eine Vielzahl verschiedener Handlungsoptionen. Dazu zählen auch smarte Energielösungen. Lesen Sie in diesem Praxisfall, wie Weidmüller dank eines intelligenten Energiemonitorings sowohl den Co2-Ausstoß als auch die Kosten reduzieren konnte.

Die transparente Fabrik in Detmold.(Bild:  Weidmüller)
Die transparente Fabrik in Detmold.
(Bild: Weidmüller)

Für Weidmüller ist Energieeffizienz schon seit mehreren Jahren ein wesentliches Handlungsfeld. Mit dem Bau der transparenten Fabrik setzt das Unternehmen nicht nur die eigenen Energieziele um, sondern gewann 2014 den renomierten GreenTec Award im Bereich Produktion. Durch ein ganzheitliches Energiemanagementsystem gelingt es jährlich über 1665 Tonnen CO2 und 2,1 GWh Energie einzusparen. Zusätzlich werden Prozessoptimierungen aufgedeckt und Kommunikationsnetzswerke geschaffen.

Die Herausforderung

Die Stromkosten für Industriekunden in Deutschland haben sich seit 2005 nahezu verdoppelt. Damit stellen Energiekosten neben den Personalkosten den zweitgrößten Kostenpunkt in der Produktion dar. Weidmüller verfolgte daher beim Neubau der transparenten Fabrik das Ziel, die Energiekosten zu senken. Unter einem hohen Planungsaufwand wurden dazu in einem Pilotprojekt die Energieströme am gesamten Produktionsstandort transparent gestaltet. Auf Basis eines durchgängigen Energiemanagements können Daten zur Optimierung des Energieverbrauchs und von Prozessen analysiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, um eine volle Kontrolle sicherzustellen.