Do It Yourself
Ortschaft in Brandenburg genießt IoT

Von Sebastian Human 4 min Lesedauer

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Während in der Nachbargemeinde noch darüber diskutiert wird, ob LTE ausgebaut wird, ist man in Friesack zwei Schritte weiter. Statt mit Telekom oder Politik zu streiten, werden hier Fakten geschaffen. Ein Bürger stellt einen Funkmast auf und versorgt damit die ca. 2.500 Einwohner mit dem Internet der Dinge. Und das ganz legal.

50 Kilometer westlich von Berlin, umgeben von Äckern und Wäldern, liegt die unscheinbare Stadt Friesack. Doch dort gibt es jetzt IoT.(Bild:  Christoph Köpernick)
50 Kilometer westlich von Berlin, umgeben von Äckern und Wäldern, liegt die unscheinbare Stadt Friesack. Doch dort gibt es jetzt IoT.
(Bild: Christoph Köpernick)

Den umtriebigen Innovator Christoph Köpernick hat es vor knapp zwei Jahren aus Berlin ins ländliche Brandenburg, in die kleine Stadt Friesack im Herzen des Havellandes, verschlagen. Während der 34-Jährige die saubere Luft, die reiche Natur und die warmherzigen Menschen schätzt, fehlen ihm moderne Technologien, innovative Ideen und die Startup-Kultur. Statt zu warten, um Erlaubnis zu bitten oder Fördergelder zu beantragen, nahm er 400 Euro aus seinem Sparschwein und kaufte eine kleine Box.

Dieser Kniff soll die Stadt smarter machen und Startups anlocken

Die kleine Box hat er aufgestellt und mit dem Internet verbunden. Ähnlich einem WLAN-Router erschließt er damit nun einen Radius von ca. 4 Kilometern und funkt damit im genehmigungsfreien ISM-Band auf 868 MHz. „Das ist legal und bedarf keiner Erlaubnis“ betont Köpernick.