Expertenbeitrag

 Marcel Ramin Derakhchan

Marcel Ramin Derakhchan

Senior Partner für Executive Search & Leadership Development

Smart Factory
Orientierungspunkte zur Führungskultur in der Fabrik von Morgen

Von Marcel Ramin Derakhchan 6 min Lesedauer

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Damit über eine Mensch-Maschine-Kommunikation hinaus die Vernetzung mit Zulieferern, Partnern und Kunden gelingt, ist für die Fabrik von Morgen ein Update der klassischen Management-Instrumente notwendig.

Um die Vernetzung voranzutreiben, benötigt die Fabrik von Morgen auch ein Update der klassischen Management-Instrumente.(Bild:  Photo by Jamie Street on Unsplash)
Um die Vernetzung voranzutreiben, benötigt die Fabrik von Morgen auch ein Update der klassischen Management-Instrumente.
(Bild: Photo by Jamie Street on Unsplash)

Agilität statt Hierarchiepyramiden, Flexibilität bei der Zuordnung von Ressourcen und Qualifikationen: die Organisationsstrukturen und Arbeitsformen in der Industrie verändern sich bereits heute deutlich. In naher Zukunft wird sich das intensivieren, etwa indem Teams in ‚Squads' für die einzelnen Abschnitte der Wertschöpfungsketten verantwortlich sind. Wobei selbst dieses Vorgehen natürlich kein Nonplusultra darstellt: im Extremfall könnten die Grenzen zwischen Zulieferer und OEM nahtlos ineinander übergehen. Damit würde sich die Smart Factory komplett in der Supply Chain auflösen – ein Zustand, der mit klassischen Führungs- und Managementmethoden nicht steuerbar ist.

Natürlich erfolgt diese Veränderung nicht über Nacht. Aber sie erfolgt in einer schnelleren Taktung als bisher bekannt und sie erfordert von Führungskräften, sich sehr genau mit ihrem Verständnis von Leadership und dem thematischen Kosmos auseinanderzusetzen, indem dies verortet ist. Manager sollten dazu zuerst Antworten auf grundsätzliche Fragestellungen finden: Welche Rolle spielen sie als Führungskraft heute? Welche Gestaltungschancen haben sie in Zukunft unter den veränderten Rahmenbedingungen intelligenter Fabriken und Supply Chains? Dies berührt also zuerst die persönliche Philosophie und den Management-Stil. Sind diese Punkte klar umrissen, folgt die Auseinandersetzung mit konkreten Führungsinstrumenten und Leadership-Skills, die es zu verändern gilt.