Übernahme Open AI lässt Musk mit Kaufangebot abblitzen

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Der Erfinder von Chat GPT, Open AI, hat das fast 100 Milliarden Dollar schwere Übernahmeangebot von Elon Musk abgeschmettert. Der Verwaltungsrat des KI-Start-ups habe sich einstimmig dagegen ausgesprochen, teilte Unternehmenschef Sam Altman mit.

Open AI stehe nicht zum Verkauf – das betonte Sam Altman nun erneut und verwies auf eine entsprechende Entscheidung des Verwaltungsrats.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Open AI stehe nicht zum Verkauf – das betonte Sam Altman nun erneut und verwies auf eine entsprechende Entscheidung des Verwaltungsrats.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

„OpenAI steht nicht zum Verkauf“, schrieb Sam Altman im Anschluss bei Musks Online-Plattform X. Eine von Tech-Milliardär Elon Musk angeführte Investorengruppe hatte die Offerte in Höhe von 97,4 Milliarden Dollar (aktuell 92,8 Mrd Euro) Anfang der Woche bekanntgegeben. Altman kritisierte es gleich als Versuch, einen Konkurrenten auszubremsen. Musk, der einst unter den Gründern von OpenAI war, hat inzwischen eine eigenen KI-Firma namens XAI.

Attacke auf Umbau von Open AI

Open AI ist gerade dabei, seine Struktur zu ändern und sich in ein gewinnorientiertes Unternehmen umzuwandeln. Musk führt bereits einen Kampf gegen das Start-up vor Gericht, um das zu verhindern. Dort behauptet er unter anderem, er sei bei seinem Ausscheiden betrogen worden.

Die Investorengruppe bietet für die Nonprofit-Organisation, die bisher Open AI kontrolliert. Ursprünglich wurde als Ziel von Open AI ausgegeben, künstliche Intelligenz zum Wohle der Menschheit zu entwickeln. Altman hatte 2019 auch eine auf Profit ausgerichtete Tochterfirma gegründet, um Geld von Investoren wie Microsoft einzusammeln. Nun soll Open AI insgesamt als Unternehmen auf Gewinn ausgerichtet werden. Einige frühere Mitarbeiter warnen, dass dieser Schritt die Risiken bei der KI-Entwicklung verstärken könne.

Musks Angebot setzt Messlatte für Wert von Open AI

Auch wenn Open AI Musks Avancen zurückwies, macht sein Vorstoß den Umbau trotzdem etwas komplizierter. Denn die Nonprofit-Organisation soll im Zuge des Umbaus eine Beteiligung an dem gewinnorientierten Open AI bekommen. Verhandlungen dazu unter anderem mit frühen Investoren des Start-ups wie Microsoft laufen derzeit.

Branchenbeobachter gehen davon aus, dass es ein Anteil von 25 Prozent werden könnte. Mit seinem Gebot setzte Musk nun eine hohe Messlatte für den Wert dieser Beteiligung, die Open AI schlecht unterschreiten kann.

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