ICS/OT Security Öl- und Gasversorger auch in der Cybersecurity unter Druck
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90 Prozent der Strom-, Öl- und Gasversorger sowie Fertigungsunternehmen in Deutschland waren im letzten Jahr von Cyberangriffen betroffen. Durch die aktuelle politische Lage dürfte sich die Bedrohungssituation noch verschärfen. Zudem erfordern 5G- und Cloud-Projekte neue Security-Initiativen.
Die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sind auch bei uns deutlich spürbar. Viele Menschen und Unternehmen fragen sich, wie sie die steigenden Energiepreise noch stemmen sollen. Indessen stehen Gasversorger, die von russischen Lieferungen abhängig sind, kurz vor der Insolvenz. Wenn Energie knapp wird, wirkt sich das weitreichend auf die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft aus. Das wissen auch Cyberkriminelle, die in der Branche gute Voraussetzungen für Ransomware-Attacken finden: vulnerable Systeme und zahlungswillige Opfer. Der Hackerangriff auf Colonial Pipeline hat gezeigt, dass dabei gutes Geld zu holen ist. 4,4 Millionen Dollar, umgerechnet 3,6 Millionen Euro, hat das Unternehmen an die Erpresser gezahlt, um seine Systeme frei zu kaufen. Der Ausfall der Pipeline hatte im Osten der USA zeitweilig zu Benzinengpässen und turbulenten Szenen an den Tankstellen geführt. Energieversorger zählen nicht umsonst zu den Kritis-Unternehmen und unterliegen besonderen Anforderungen an die Cybersecurity. Durch die aktuelle Krise hat sich die Lage noch einmal verschärft. Nicht nur, weil der Ukraine-Krieg mehr politisch motivierte Cyberangriffe hervorruft. Auch für die große Masse der monetär-orientierten Cyberkriminellen sind Unternehmen, die ohnehin schon mit dem Rücken zur Wand stehen, ein attraktives Ziel.
Öl- und Gasversorger erlitten größten Schaden
Eine aktuelle Trend Micro-Studie zeigt: 90 Prozent der deutschen Unternehmen aus den Bereichen Strom-, Öl- und Gasversorgung sowie Fertigung waren in den letzten zwölf Monaten von Cyberangriffen betroffen. Dadurch entstand ein durchschnittlicher Schaden von 2,9 Millionen Euro, wobei die Öl- und Gasindustrie den größten Verlust verzeichnete. 67 Prozent der Befragten aus dieser Branche erlitten Ausfälle, die vier Tage oder länger dauerten. Bei 90 Prozent der Unternehmen wirkten sich Vorfälle auch auf die Lieferkette aus, sodass sie vorübergehend ihre Lieferplanung umstellen oder Lieferungen reduzieren mussten.
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