Gesetzliche Vorschriften
Nutzung von Personaldaten in der digitalen Wirtschaft

Ein Gastbeitrag von Marlene Mahlo 4 min Lesedauer

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Daten sind die wichtigste Währung der digitalen Wirtschaft. Aber wie können Arbeitgeber dafür sorgen, Mitarbeiterdaten sicher zu speichern und Risiken zu minimieren und gleichzeitig aber auch die Daten für einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil in der digitalen Wirtschaft nutzen?

Sensible Daten digitalisierter Verträge gilt es besonders zu schützen. (Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Sensible Daten digitalisierter Verträge gilt es besonders zu schützen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Im heutigen digitalen Zeitalter stehen Unternehmen verstärkt vor der Aufgabe, mit dem Tempo, in dem sich technologische Innovationen entwickeln, Schritt zu halten. Besonders wenn es um die Minimierung von Compliance-Risiken geht, stellen das Volumen, die Vielfalt und die enorme Geschwindigkeit der Daten Firmen vor gewaltige Herausforderungen. Rechtliche Belange lassen sich mit der immer schnelleren Entwicklung von Technologien kaum mehr angemessen berücksichtigen. Unterstrichen werden diese Erkenntnisse von einer kürzlich veröffentlichten Studie, die vorhersagt, dass aufgrund der hohen Datenmengen, welche Unternehmen zu bewältigen haben, bis 2023 40 Prozent der I&O-Teams KI-gestützte Automatisierung in großen Unternehmen einsetzen werden. So werden Produktivität und Agilität erhöht und möglichen Fehlerquellen und Problemen vorgebeugt.

Information Governance Framework

Im Zuge der digitalen Transformation müssen sich Arbeitgeber bei der Speicherung von Mitarbeiterdaten also mit einem strengeren rechtlichen Rahmen auseinandersetzen. Ein einheitliches Information Governance Framework ermöglicht es, Daten, die aus verschiedenen Informationsquellen stammen, zu identifizieren, zu klassifizieren und zu verwalten. So enthalten beispielsweise Verträge oft kritische Geschäftsinformationen, die Unternehmen für einen reibungslosen Betriebsablauf benötigen. Laut dem Institute for Supply Management verwaltet ein typisches Fortune-1.000-Unternehmen meist zwischen 20.000 und 40.000 aktive Verträge und Dokumente, von denen zehn Prozent verlegt, schwer zu finden oder in E-Mail-Anhängen verloren gegangen und damit nicht zu verwalten sind. Dabei befinden sich in vielen dieser Dokumente – darunter Arbeitsverträge, Subunternehmerverträge und Geheimhaltungsverpflichtungen – sensible Daten. Der Umgang mit einem derartigen Datenvolumen ist eine enorme Aufgabe, und die Schwierigkeit wird durch den Druck von Rechtsstreitigkeiten und regulatorischen Untersuchungen noch erhöht. Glücklicherweise gibt es Lösungen, die Kontrolle über diese Datenmengen zurückzuerlangen.