Notruf-Netzwerke NG112: Die digitale Evolution im Notrufsystem
NG112 verspricht eine Revolution der Notrufe, indem es digitale Kommunikationsmittel und exakte Lokalisierungstechniken nahtlos integriert. Die Vernetzung von Technologien und Diensten hat das Potenzial, das Rettungswesen zu verändern und kann dazu beitragen, Leben zu retten.
In unserer vernetzten Welt sind wir es gewohnt, mit unseren mobilen Geräten Sprach- und Videoanrufe zu tätigen, zu chatten, Daten und Bilder sofort zu versenden und unseren Standort mit Freunden und Familie zu teilen. Dennoch sind die meisten Notdienste nur telefonisch erreichbar. Dies erfordert technische und regulatorische Fortschritte. Um diese Lücke zu schließen, wurde in Europa das Konzept NG112 (Next Generation 112) von der European Emergency Number Association (kurz: EENA) ins Leben gerufen. Dabei gibt es verschiedene Betriebsmodelle, um Notrufnummern (kurz: EN), öffentliche Notrufzentralen (kurz: PSAP) und Notfallreaktionsorganisationen (kurz: ERO) zu koordinieren.
NG112 setzt sich für die Einführung einer einheitlichen Notrufnummer 112, genaue Standortbestimmung und Interoperabilität ein. NG112 macht Notrufdienste für eine Vielzahl von Geräten, einschließlich IoT-Sensoren, durch die Definition des Emergency Services IP Network (kurz: Esinet) zugänglich. Das SIP-basierte Esinet besteht aus einer Border Control Function (kurz: BCF), einem Emergency Service Routing Proxy (kurz: ESRP), einem Location Information Server (kurz: LIS), einer EC Routing Function (kurz: ECRF) und Bridges. Esinet leitet Notrufe an die nächstgelegene Notrufabfragestelle weiter, basierend auf dem Standort des Anrufers, der Policy und einer vordefinierten geografischen Zuordnung der Notrufabfragestellen.
Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich und lesen Sie weiter
Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, müssen Sie registriert sein. Die kostenlose Registrierung bietet Ihnen Zugang zu exklusiven Fachinformationen.
Sie haben bereits ein Konto? Hier einloggen