Digitalisierungsgegner
Neo-Luddismus: Können digitale „Maschinenstürmer“ zum Bremsklotz werden?

Von Christoph Wolff* 6 min Lesedauer

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Die digitale Transformation im Allgemeinen und die industrielle Digitalisierung der Arbeitswelt im Besonderen haben nicht nur Befürworter. Doch wo stehen die Gegner und was sind ihre Motive?

Der Übergang vom analogen zum digitalen Berufsalltag ist ein elementares Merkmal der vierten industriellen Revolution.(Bild:  beeboys / stock.adobe.com)
Der Übergang vom analogen zum digitalen Berufsalltag ist ein elementares Merkmal der vierten industriellen Revolution.
(Bild: beeboys / stock.adobe.com)

Die digitale Transformation ist einer der umfassendsten Eingriffe in die Arbeitswelt. Die einzige Analogie, die selbst Experten anführen können, um den Impakt des digitalen Wandels zu bemessen, ist die industrielle Revolution. Doch just diese in ferner Vergangenheit liegende Epoche wird vor allem hinsichtlich ihrer Probleme wieder aktuell. Denn bereits damals gab es viele Kritiker. Und ihre Ängste, aber auch die Wut, lassen einige bestechende Parallelen im Hier und Jetzt erkennen.

Ludditen von einst

Leser, die mit dem Begriff Luddismus nichts anfangen können, dürfte es viele geben – im Geschichtsunterricht bleibt diese Gruppierung oft unerwähnt. Deshalb an dieser Stelle ein notwendiger (aus Platzgründen vereinfachter) historischer Exkurs: