Gezielt strahlend

Additive Fertigung führt zu besser recycelbaren Lichtsystemen

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Ob ein Bereich lichtdurchlässig sei, entscheide also die Menge an Ruß, die lokal über die Tinte auf das Kunststoffpulver aufgebracht wurde. Für das Schmelzen des Kunststoffpulvers wird aber nur eine kleine Menge Ruß benötigt, wie man betont. Der Ruß färbt das Bauteil leicht hellgrau, doch die transluzenten Eigenschaften des Kunststoffpulvers überwiegen, heißt es. Werde mehr als die zum Schmelzen des Kunststoffpulvers benötigte Minimalmenge an Ruß aufgebracht, nehme die Lichtdurchlässigkeit lokal entsprechend ab. Die Bayreuther Wissenschaftler nutzen diese Wechselwirkung nun gezielt aus, um additiv gefertigte Bauteile mit hoch aufgelösten Mustern, Schriftzügen und Symbolen herzustellen und mithilfe einer Lichtquelle zum Leuchten zu bringen. Aufgrund der hohen Druckauflösung der Inkjet-Druckköpfe können außer harten Hell-Dunkel-Kontrasten auch fließende Übergänge geschaffen werden, wie die Forscher anmerken.

Der Kreativität in Sachen hinterleuchtete Kunststoffteile sind mit Blick auf den 3D-Druck kaum noch Grenzen gesetzt, wie man an diesen Beispielen erkennen kann.(Bild:  Fraunhofer-IPA / Chr. Bay)
Der Kreativität in Sachen hinterleuchtete Kunststoffteile sind mit Blick auf den 3D-Druck kaum noch Grenzen gesetzt, wie man an diesen Beispielen erkennen kann.
(Bild: Fraunhofer-IPA / Chr. Bay)

Individualisierte Muster, Schriftzüge und Symbole, komplexe 3D-Strukturen mit Lichtelementen oder transluzente Bauteile für Kombinationen aus Sensorik und Beleuchtung können deshalb über dieses ausgeklügelten 3D-Druckverfahrens in einem einzigen Fertigungsschritt und ohne konstruktive Anpassung von Bauteildicken produziert werden. Und weil die Kunststoffbauteile durchgängig aus demselben Material bestehen, können sie ohne Weiteres recycelt werden.

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