Smart auch ohne smarte Technik
Multifunktionale Fassade aus dem 3D-Drucker

Von Jürgen Schreier 3 min Lesedauer

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Architekten der TU München haben ein multifunktionales und lichtdurchlässiges Fassadenelement entwickelt, das sich per 3D-Druck produzieren lässt. Funktionen wie Lüftung, Dämmung oder Verschattung sind bereits integriert, was Sensorik oder Steuerungstechnik überflüssig macht.

Designstudie: Der Kunststoff umhüllt das Bauwerk wie ein luftiges, weiches Tuch. (Bild:  TU München)
Designstudie: Der Kunststoff umhüllt das Bauwerk wie ein luftiges, weiches Tuch.
(Bild: TU München)

Das 60 Zentimeter breite und einen Meter hohe Muster-Bauteil aus Kunststoff ist schneeweiß und wirkt sehr filigran. Licht scheint diffus durch die Oberfläche. Trotzdem kann dieses Material ein Gebäude vor Wind und Wetter schützen. Bei dem Bauteil handelt es sich um ein funktionsintegriertes Fassadenelement aus dem 3D-Drucker. Moritz Mungenast, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Entwerfen und Gebäudehülle der TUM, hat das Projekt initiiert und es gemeinsam mit seinem Team umgesetzt.

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„Tatsächlich ist das Fassadenelement nicht nur sehr stabil, sondern auch lichtdurchlässig und multifunktional“, erläutert Mungenast. Zellen im Inneren sorgen für Stabilität und schaffen gleichzeitig luftgefüllte Hohlräume für eine optimale Dämmung. Wölbungen des Materials spenden Schatten. Eingelagerte, dünne Röhren lassen die Luft von einer Seite zur anderen zirkulieren, was eine optimale Belüftung gewährleistet. Die mikrostrukturierte Oberfläche sorgt für optimale Akustik. All diese Funktionen sind skalierbar und lassen sich ohne extra Kosten individuell an verschiedene Anforderungen anpassen.

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