Industrie 4.0
Müssen produzierende Unternehmen Digital Champion werden?

Von Clara Hartmann 3 min Lesedauer

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Industrie 4.0 nimmt immer mehr Fahrt auf. Für produzierende Unternehmen ist es wichtig, das Potenzial von Industrie 4.0 zu verstehen, um es anschließend richtig ausschöpfen zu können. Acht verschiedene Kategorien können nach der Umsetzung davon profitieren.

Das Potenzial von Industrie 4.0 richtig ausschöpfen können ist zielführend.(Bild:  gemeinfrei / Pexels)
Das Potenzial von Industrie 4.0 richtig ausschöpfen können ist zielführend.
(Bild: gemeinfrei / Pexels)

Laut der Global Digital Operations 2018 Survey von PwC Strategy& soll die aktuelle industrielle Revolution im Jahr 2030 rund 14 Prozent des globalen BIP-Wachstums betragen – dies entspricht etwa 15 Billionen US-Dollar. Doch trotz ambitionierter Prognosen zählen momentan weltweit gerade einmal zehn Prozent der produzierenden Unternehmen zu den sogenannten Digital Champions. Laut Studie „empfinden [diese Unternehmen] die Digitalisierung als weitreichend und offensiv innovativ sowie als weit mehr als die reine Automatisierung und Vernetzung. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie vier kritische Geschäftsökosysteme besonders gut beherrschen: Customer Solutions, Operations, Technologie und Menschen“. Aber müssen produzierende Unternehmen überhaupt zum Digital Champion werden?

Von vorne beginnen

Langfristig gesehen: definitiv. Im ersten Schritt ist es für Organisationen jedoch entscheidend, das Potenzial von Industrie 4.0 zu verstehen und zu identifizieren, was sie durch die Umsetzung erreichen können – sei es durch innovative, disruptive Geschäftsmodelle oder durch die Transformation von Prozessen. Damit sind sie in der Lage, eine höhere Effizienz, Produktivität, Kundenzufriedenheit und Wachstum zu schaffen. Unternehmen sollten nicht auf den Industrie 4.0-Zug aufspringen, weil es sich um einen aktuellen Trend oder um neue digitale Technologien handelt. Vielmehr sollte Industrie 4.0 der Organisation einen Mehrwert bieten – und dies sowohl aus Innovations- als auch aus Umsetzungssicht. McKinsey definiert in seinem Digital Compass acht Kategorien, die von der Umstellung profitieren können: Time-to-Market, Service und After-Sales, Ressourcen und Prozesse, Nutzung von Assets, Arbeitskräfte, Bestände, Qualität und Lieferkette. Um das Beste aus der digitalen Transformation herauszuholen, müssen produzierende Unternehmen jedoch ihre tatsächlichen Herausforderungen und deren Ursachen analysieren und definieren. Nur mit einem klaren Fokus auf das zu lösende Geschäftsproblem und den damit verbundenen ROI können Hersteller die Vorteile der IoT-Technologien komplett ausschöpfen. Andernfalls bleibt die digitale Transformation ein Experiment, das sich niemals realisieren wird.