Autonome Roboter
Mobile Robotersysteme brechen Fertigungszwänge auf

Von Mag. Victoria Sonnenberg 9 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Vernetzte Produktionsstraßen, Variantenvielfalt, niedrige Stückzahlen bis hin zu Losgröße 1. Wie können KMU in einer vernetzten und sich ständig verändernden Fertigung flexibel bleiben und trotzdem noch wirtschaftlich produzieren? Eine mögliche Antwort auf die Frage fährt lautlos, umsichtig und autonom durch die Produktionshallen, erledigt kleine Botengänge, übernimmt einzelne Arbeitsschritte und arbeitet friedfertig mit dem Menschen zusammen.

Für die Erforschung mobiler und automatisierter Herstellung großer Bauteile aus faserverstärkten Kunststoffen stehen der TU Braunschweig zwei mobile, batteriebetriebene Industrieroboter zur Verfügung, die eigenständig große Leichtbaustrukturen produzieren können. Die mobilen Produktionsroboter „KMR Quantec-TUBS“ wurden im Rahmen der Kooperation „DLR@UNI“ vom Institut für Adaptronik und Funktionsintegration der Technischen Universität Braunschweig und vom Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig konzipiert.(Bild:  DLR)
Für die Erforschung mobiler und automatisierter Herstellung großer Bauteile aus faserverstärkten Kunststoffen stehen der TU Braunschweig zwei mobile, batteriebetriebene Industrieroboter zur Verfügung, die eigenständig große Leichtbaustrukturen produzieren können. Die mobilen Produktionsroboter „KMR Quantec-TUBS“ wurden im Rahmen der Kooperation „DLR@UNI“ vom Institut für Adaptronik und Funktionsintegration der Technischen Universität Braunschweig und vom Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig konzipiert.
(Bild: DLR)

Wo die Reise hingeht, fragt sich jeder, der sich mit der flexiblen Produktion und Industrie 4.0 beschäftigt. Im Dickicht der Definitionen und im Dschungel der mannigfachen Lösungen hat einer bereits den Durchblick und kennt seinen Weg genau: nämlich den durch die Produktionshallen. Der mobile Manipulator, auch bekannt als mobiles Robotersystem, ist für die flexible Fertigung fast ein ebenso flexibler Helfer wie der Mensch selbst. Denn der Roboter auf Rädern navigiert unkompliziert und anpassungsfähig einfach da hin, wo er gebraucht wird, prüft unter Spannung stehende Hybridbatterien, handelt heiße Werkstücke und macht eine gute Figur in der Kleinteilelogistik.

Neu gewonnene Freiheit in der Produktion

„Die Möglichkeiten sind vielfältig. Zunächst einmal sind die Roboter für Transport- und Kommissionieraufgaben einsetzbar, der Manipulator wird für das Greifen von Kleingebinden genutzt. Auch das Einlegen und Herausnehmen aus Maschinen kann erfolgen. Zudem ist ein Einsatz als Montageassistent möglich, indem der Roboter einzelne Arbeitsschritte übernimmt und kollaborativ mit dem Werker arbeitet“, beschreibt Theo Jacobs, Projektleiter und Certified Machinery Safety Expert am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, die zahlreichen Fähigkeiten des mobilen Roboters. Mit dieser neu gewonnenen Freiheit in der Produktion entfallen nicht nur Schutzzäune und Markierungen am Boden, sondern auch weitere Beschränkungen.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung