Messe Systems & Components
3D-Druck für Komponenten mobiler Arbeitsmaschinen

Von Juliana Pfeiffer 4 min Lesedauer

Vom 12. bis 18. November 2023 wird die Systems & Components in Hannover zum B2B-Marktplatz der internationalen Zulieferindustrie der Landtechnik und des gesamten Off-Highway-Sektors. Auch die additive Fertigung rückt in den Fokus der Hersteller mobiler Arbeitsmaschinen: von der Prototypen- und Kleinserienproduktion bis hin zur voll integrierten Serienproduktion.

Technologien wie das Fused Deposition Modeling (FDM) oder Selektive Lasersintern (SLS) ermöglichen es, seriennahe Materialien in Prototypen und Vorserienbauteilen umzusetzen, die sich auf Anwendungen in industriellen Großserien übertragen lassen.(Bild:  CR-3d)
Technologien wie das Fused Deposition Modeling (FDM) oder Selektive Lasersintern (SLS) ermöglichen es, seriennahe Materialien in Prototypen und Vorserienbauteilen umzusetzen, die sich auf Anwendungen in industriellen Großserien übertragen lassen.
(Bild: CR-3d)

Die additive Fertigung verlässt die Nische des Rapid Prototyping und macht sich bereit, die industrielle Wertschöpfungskette auf breiter Front maßgeblich zu verändern. Viele Bau-, Forst- und Landmaschinenhersteller wie auch ihre OEM-Partner haben die Vorteile, die der 3D-Druck mit sich bringt, für sich entdeckt: Anders als bei der konventionellen subtraktiven Fertigung, bei der Material durch Fräsen, Drehen oder Schleifen abgetragen wird, trägt man bei der additiven Fertigung schichtweise Material auf, um ein Bauteil zu formen. Dabei kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz, und das Spektrum der Werkstoffe reicht von diversen Kunststoffen und Metallen bis hin zu Keramiken.

Binder-Jetting-Technologie als Basis für den Guss von Bauteilen

So arbeiten die Hersteller mobiler Arbeitsmaschinen neben den bekannten pulver- und drahtbasierten Technologien auch an innovativen Werkstoffkombinationen, um die Grenzen des 3D-Drucks neu auszuloten. Zum einen nutzen sie die Binder Jetting-Technologie, ein additives Verfahren zur schnellen Fertigung von Sandkernen, als Basis für den hochwertigen Guss von Bauteilen wie Achsgehäusen oder Radnaben. Dieser 3D-Formenbau mit Sand hat entscheidende Vorteile für den Leichtbau. Zudem kann die Komplexität der Gussteile größer sein als beim typischen Sandguss, da der Bedarf an Verzugs- und Trennlinien stark reduziert ist. Die Gießereien und Modellbauwerkstätten für Off-Highway-Anwendungen haben ebenso wie Erstausrüster entsprechende Druckanlagen in ihre Fertigungslinien integriert, um die laufende Produktion von Sandgussformen zu ermöglichen.