Forschung Mixed Reality soll Fabrikplanung effizienter machen

Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft 1 min Lesedauer

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Mithilfe von Mixed Reality können sich mehrere Personen interaktiv an der Fabrikplanung beteiligen. Damit sollen sich Unternehmen schnell an veränderte Produktionsprozesse anpassen können.

Im Miniaturmodus können die Nutzer zunächst verschiedene Layoutvarianten entwerfen und einen Überblick über die Planung erhalten. (Bild:  Fraunhofer IPA)
Im Miniaturmodus können die Nutzer zunächst verschiedene Layoutvarianten entwerfen und einen Überblick über die Planung erhalten.
(Bild: Fraunhofer IPA)

Die Fabrik der Zukunft hat ein Problem: sie muss sich an schnell veränderte Produktionsprozesse anpassen können. Laut einer Mitteilung hat dafür das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA eine Anwendung entwickelt, mit der sich flächeneffiziente Fabriklayouts von mehreren Personen interaktiv in Mixed Reality entwerfen lassen. Bei bisherigen Planungen war es schwierig, Mitarbeiter aus der Produktion einzubeziehen, da die dafür verwendete Software in der Regel die Bedienung durch einen Experten erfordert. Getestet haben die Forscher ihre neue Anwendung bei der Produktion von Batterien.

Virtuelle Planungsumgebung direkt im Sichtfeld

„Bei der Batterieproduktion fallen hohe Flächenkosten an, bedingt durch die speziellen Anforderungen an Rein- und Trockenräume. Auch sind die vorhandenen Flächen in der Regel knapp. Produktionstechnische Innovationen verlangen vielfältige zukünftige Gestaltungsmöglichkeiten. Die Fabrik der Zukunft muss wandlungsfähig sein“, sagt Christian Kaucher, Wissenschaftler am Fraunhofer IPA. Dafür haben die Forscher nun ihr Mixed Reality Tool entwickelt. Mehrere Personen können sich damit interaktiv an der Fabrikplanung beteiligen. Im Gegensatz zu Virtual Reality (VR) sind die Mitarbeiter zudem nicht von der Umgebung abgeschottet.

Die Forscher haben dafür eine Hololayout-Software mit der Microsoft Hololens 2 kombiniert. Dabei handelt es sich um ein Mixed Reality Headset, mit dem die Anwender die virtuelle Planungsumgebung direkt in ihr Sichtfeld projizieren können. Die Nutzer haben die Möglichkeit, einzelne Objekte wie etwa Maschinen oder Werkstücke zu greifen, bewegen, verschieben, skalieren und zu platzieren. Laut den Forschern sorge die übersichtliche und interaktive Darstellung dafür, dass Planungsfehler frühzeitig identifiziert werden können. Auch Mitarbeiter ohne Vorkenntnisse im Bereich Mixed Reality können sich an der Fabrikplanung beteiligen.

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