VR-Technologien
Mit Virtual Reality zur Unsterblichkeit

Aktualisiert am 04.11.2021 Von Jürgen Schreier 5 min Lesedauer

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Wer bisher nach "Unsterblichkeit" strebte, musste sich nach dem Ableben bei -130 °C in flüssigem Stickstoff lagern lassen. Die Hoffnung: Irgendwann wieder aufgetaut, würde man dank des medizinischen Fortschritts einer Verjüngungskur unterzogen. Die moderne Alternative: der fotorealistische Klon in der virtuellen Welt.

Dr. Jonathan Harth verkabelt einen Studenten.(Bild:  UW/H)
Dr. Jonathan Harth verkabelt einen Studenten.
(Bild: UW/H)

Einfrieren, Auftauen und Weiterleben? Seit 50 Jahren lassen sich Menschen nach ihrem Tod einfrieren in der Hoffnung, dass sie eines Tages dank des medizinischen Fortschritts wiederauferstehen und dann (für immer?) weiterleben könnten. Rein technisch betrachtet ist es kein großes Problem, einen Menschen in den "Winterschlaf" zu schicken.

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Konkret wird dem Verstorbenen zunächst ein Frostschutzmittel appliziert; dann kühlt der Kryotechniker den Körper auf -130°C (oder niedriger) herunter und lagert diesen bei gleichen Umgebungsbedingungen in einen Stickstofftank ein. Recht wortkarg aber wird man in der Kryoszene, wenn es um das Auftauen und Reanimieren des Eingefrorenen geht. "Wie genau die Reanimation später ablaufen soll, haben wir Kryoniker in unseren Überlegungen bislang bewusst ausgelassen", erklärt der Kryonik-Experte Prof. Dr. med. Klaus Sames, in einem Interview mit dem Fachportal via medici. Der Berater des amerikanischen Cryonics Institute verweist auf die Tatsache, dass auf dem Weg zum zweiten und womöglich gar ewigen Leben noch eine ganze Menge technischer und medizinischer Hürden aus dem Weg zu räumen seien.