Transparenz bei pharmazeutischen Transporten
Mit IoT gegen den blinden Fleck in der Lieferkette

Ein Gastbeitrag von Miriam Gambar* 5 min Lesedauer

Medikamente und Impfstoffe sollten während des Transports kontinuierlich überwacht werden – und zwar nicht nur bis zum Logistikzentrum, sondern auch auf der letzten Meile. Wie sich das mit dem Internet of Things bewerkstelligen lässt.

In der Logistik bewährt sich IoT-basiertes Asset Tracking bereits seit einigen Jahren.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
In der Logistik bewährt sich IoT-basiertes Asset Tracking bereits seit einigen Jahren.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Wie lässt sich der Transport von pharmazeutischen Produkten lückenlos überwachen? Also auf dem Weg von der Produktionsstätte übers Verteilzentrum bis zum Endabnehmer? Dass diese Akribie auf der gesamten Strecke und über den kompletten Zeitraum unabdingbar ist, zeigt unter anderem die Studie „Pharmaceutical Supply Chain Vision“: So fürchten 70 Prozent der befragten Patienten, dass sie Medikamente erhalten, die während des Transports unsachgemäß behandelt oder gelagert wurden. 82 Prozent erwarten, dass Arzneimittelhersteller offenlegen, wie sie Medikamente transportieren und lagern. Und die Hersteller haben verstanden: 92 Prozent der Pharmaunternehmen planen, künftig verstärkt in Lösungen für die Überwachung der Medikamentenproduktion und der Lieferkette zu investieren.

Fehlende Transparenz erschwert jegliche Planung

Das Ziel: jederzeit informiert zu sein über den Zustand der transportierten Pharmazeutika. Schließlich gilt es, unter anderem die Kühlkette ohne Unterbrechung einzuhalten, und zwar nicht nur vom Fabriktor bis zum Distributionszentrum, sondern auch auf der finalen Etappe – dem Weg zum Nutzer. Schwankt die Temperatur eines Impfstoffes oder Medikaments während des Transports oder der Lagerung zu stark, muss das Produkt oft entsorgt werden. Ist die Lieferkette unterbrochen, erreichen Medikamente verspätet oder in nicht mehr akzeptablem Zustand ihr Ziel.