Expertenbeitrag

Dr. Roland  Aubauer

Dr. Roland Aubauer

Senior Director Research and Development, CAPTRON Electronic GmbH

Human Machine Interface
Mit intelligenten Schnittstellen zur optimierten Produktion

Von Dr. Roland Aubauer 3 min Lesedauer

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Moderne Produktionsprozesse sind intelligent. Dennoch werden Menschen an den Schnittstellen zwischen Abläufen benötigt. Ein Human Machine Interface, ausgestattet mit maschinellem Lernen oder Künstlicher Intelligenz, unterstützt die Optimierung solcher Prozesse.

(Bild:  iStock - monsitj)
(Bild: iStock - monsitj)

Smart Factories werden immer komplexer und vernetzter. Allerdings lässt sich der Mensch an den Übergangsstellen vieler Prozesse nicht wegdenken. Wenn beispielsweise Komponenten oder Waren einen automatisierten Bereich verlassen, ist die manuelle Entgegennahme nach wie vor effizienter. Um solche Arbeitsabläufe zu regulieren und kontinuierlich zu verbessern, werden intelligente Schnittstellen zwischen Menschen und Maschinen benötigt. Bisher verwendeten Unternehmen dafür meist einfache mechanische oder kapazitive Taster. Doch je fortschrittlicher der Fertigungsbetrieb von morgen wird, desto intelligenter muss das Human Machine Interface (kurz: HMI) werden.

Maschinelles Lernen (kurz: ML) und Künstliche Intelligenz (kurz: KI) unterstützen bereits zahlreiche Arbeitsschritte in modernen Fabriken. Aber auch bei der Interaktion zwischen Menschen und Maschinen können diese Technologien helfen. Eine Komponente wie ein Taster oder Sensor lässt sich etwa durch ML zu einem selbstlernenden HMI upgraden. Dadurch kann er automatisch die Umgebung erkennen und sich den entsprechenden Anforderungen anpassen. In Verbindung mit KI lassen sich die vom HMI gesammelten Daten zudem in einen größeren Kontext für die gesamte Fabrik setzen. Beide Technologien greifen also idealerweise ineinander und optimieren durch ihr effizientes Zusammenspiel die Produktionsprozesse.