Nachwuchsforschung
Mit dem Navi durch komplexe Gebäude

Von Mario Steinebach 2 min Lesedauer

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Eine Nachwuchsforschergruppe der TU Chemnitz entwickelt ein Indoor-Navigations- und Orientierungssystem für körperlich beeinträchtigte Menschen. Diese Zielgruppe ist auch bei dem Entwicklungsprozess beteiligt.

Das Navi soll körperlich beeinträchtigte Menschen durch komplexe Gebäude führen. Testumgebung ist die neue Universitätsbibliothek der TU Chemnitz.(Bild:  TUC/Jacob Müller)
Das Navi soll körperlich beeinträchtigte Menschen durch komplexe Gebäude führen. Testumgebung ist die neue Universitätsbibliothek der TU Chemnitz.
(Bild: TUC/Jacob Müller)

Dass Satelliten Autos über Straßen und Fußgänger durch Städte führen, ist heute Stand der Technik. Doch die Systeme stoßen an ihre Grenzen, sobald man ein Gebäude betritt, in dem der Kontakt zum Satelliten unterbrochen wird. Wer dennoch auf kürzestem Weg in einem unbekannten, oft sehr komplexen Gebäude sein Ziel finden will oder spezielle Informationen, etwa zur Barrierefreiheit, wünscht, benötigt Hilfe. Dafür entwickeln Nachwuchsforscherinnen und -forscher der Technischen Universität Chemnitz in dem Projekt DYNAMIK seit Anfang des Jahres 2020 eine App zur Indoor- Navigation und -Orientierung. DYNAMIK steht dabei für „Dynamisches Navigations- und Orientierungssystem für körperlich beeinträchtigte Menschen in Komplexgebäuden“.

Universitätsbibliothek als Testobjekt

Das interdisziplinäre Team setzt sich aus Forschenden aus den Bereichen Medienpsychologie, Informatik und Ingenieurswissenschaften zusammen. Für die Konzeptumgebung und den „realen Feldversuch“ der App fiel die Wahl auf die Universitätsbibliothek in der „Alten Aktienspinnerei“, das neueste Gebäude der TU Chemnitz. „Das Gebäude ist ideal für uns“, erklärt Dr. Julia Richter, die Leiterin des DYNAMIK-Teams. „Immerhin handelt es sich um ein öffentlich zugängliches Gebäude, das sich zudem mit einer Größe von mehr als 12.300 Quadratmetern Nutzfläche auf sechs Etagen erstreckt“, so Richter. Für Menschen mit körperlichen Einschränkungen soll die App eine größtmögliche Barrierefreiheit gewährleisten. „Die App soll natürlich nicht nur in der Universitätsbibliothek gut funktionieren, sondern auch in anderen komplexen Gebäuden“, fügt Richter hinzu.

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