Augmented Reality
Metaverse: Neue Heimat für Produktvorstellungen und Workshops?

Von Michael Neidhöfer* 5 min Lesedauer

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Das Metaverse verspricht viele Möglichkeiten, oft bleiben diese aber vage. Nun zeigt Fränkische Rohrwerke wie eine praktische Anwendung funktioniert: Auf einer rein virtuellen Veranstaltung präsentierte der Konzern neue Produkte in eigens erstellten 3D-Welten.

Zum ersten Mal hat die Fränkische Rohrwerke ihren Mitarbeitenden neue Produkte digital vorgestellt. Im virtuellen Raum konnten sich die Mitarbeitenden im Rahmen eines Workshops die Eigenschaften der neuen Produkte auch selbst erschließen. (Bild:  Zreality GmbH)
Zum ersten Mal hat die Fränkische Rohrwerke ihren Mitarbeitenden neue Produkte digital vorgestellt. Im virtuellen Raum konnten sich die Mitarbeitenden im Rahmen eines Workshops die Eigenschaften der neuen Produkte auch selbst erschließen.
(Bild: Zreality GmbH)

Neue Produkte vorstellen und Mitarbeitende aller Standorte zusammenbringen – ohne die neuen Artikel zu transportieren und aufzubauen und ohne, dass jemand anreisen muss: Die Zukunft von Produktvorstellungen und Kollaborationen liegt im Metaverse. Ferne Zukunftsmusik ist das jedoch nicht, wie das weltweit tätige Familienunternehmen Fränkische Rohrwerke zeigt: Auf einer rein virtuellen Veranstaltung präsentierte der Konzern neue Produkte in eigens erstellten 3D-Welten, in denen Mitarbeitende als Avatare interagieren konnten. Entwickelt wurde die virtuelle Welt mit der Metaverse-Plattform der Zreality GmbH. Wie die Welten entstehen und welche Vorteile sich daraus für Anbieter und Anwender ergeben, lesen Sie nachfolgend.

Virtuelle Produktvorstellungen sind einfacher und krisensicher

Produktvorstellungen bedeuten für Unternehmen immer einen koordinativen und logistischen Aufwand, der umso größer ist, auf je mehr Standorte der Konzern verteilt und auf je mehr Märkten er vertreten ist. Neue Artikel müssen zu Messen transportiert, Showrooms geplant und gebaut werden, um die Produkte ins richtige Licht zu rücken und möglichst viele Kunden davon zu überzeugen. Vor allem für Unternehmen aus dem Bereich Maschinenbau ist der Transport der eigenen Produkte aufwändig. Auch die eigenen Mitarbeitenden müssen mit den neuen Artikeln vertraut gemacht werden, zu Schulungen und Messen reisen. Die Folge: Hohe Transport-, Logistik- und Reisekosten. Um Aufwände und Kosten zu sparen und auch in Folge der Corona-Pandemie – in der Messen und Reisen stark eingeschränkt oder gar nicht möglich waren und sind – müssen Unternehmen neue Wege bei ihren Produktvorstellungen und Schulungen gehen. Die Verlagerung von Showrooms und Schulungen ins Metaverse ist hier eine ideale Lösung, weil der Transport von Produkten und die Reisen von Menschen überflüssig werden. Die Fränkische Rohrwerke möchte dieses Potenzial nutzen und hat bereits eine erste Produktvorstellung sowie Workshops im virtuellen Raum durchgeführt.