Sicherheitstechnik Metallpulver – Risikomaterial bei der additiven Fertigung
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Die Handhabung von Metallpulvern für die additive Fertigung ist nicht ungefährlich. Eine Reaktion mit einer anderen Substanz kann schnell zu einem explosionsfähigen Gemisch werden.
Bunt, leicht, farbenfroh – diese Eigenschaften verbinden die meisten Menschen mit Holi-Farbfestivals. Was in der indischen Tradition einst als Frühlingsfest begann, ist in Europa als Musikfestival bekannt: Jede Stunde werfen die Teilnehmer Beutel mit Farbpulvern in die Luft. Das in Deutschland auf den Festivals genutzte Pulver birgt zwar keine Brandgefahr; auf den eindrucksvollen Festival-Bildern ist jedoch gut zu sehen, wie schnell und weit sich die kleinen Partikel in der Luft ausbreiten. Ähnlich können sich Metallpulver, wie sie bei der additiven Fertigung genutzt werden, durch ihre geringe Partikelgröße schnell unkontrolliert in der Luft verteilen. Der Gedanke an buntes Holi-Treiben ist dann zwar fern – doch die sekundenschnelle Verbreitung des Holi-Pulvers zeigt effektvoll, wie verheerend sich im Brandfall die Ausbreitung eines gefährlichen Stoffes auswirken würde.
„Schon geringe Mengen aufgewirbelter Pulver und Stäube können ein gefährliches explosionsfähiges Gemisch bilden.“ Dieser Satz zitiert aus der Fachinformation „Umgang mit Metallpulvern“ von Günter Grüneberg unterstreicht, wie immens das Gefahrenpotenzial von Metallpulvern ist. Ein sachgemäßer Umgang sowie die richtige Lagerung sind daher entscheidend für die Sicherheit. Immer mehr Betriebe können auf ihre Nutzung nicht verzichten, zum Beispiel in der additiven Fertigung. Bei der Verarbeitung von Metallpulvern entstehen dabei Pulverrückstände, welche eine Gefährdung für Mensch und Umwelt darstellen können. Unkenntnis, die Gefahr der Routine und das schlichte Unterschätzen sind meist schuld an schweren Unfällen. Denn potenziell reaktive Metallpulver können sich entzünden und explodieren.
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