Fabrikplanung
MES aus einem Guss

Von Ines Stotz 4 min Lesedauer

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Für produzierende Unternehmen ist die effiziente, integrierte Planung und eine zeitgleiche Soll-/Ist-Überprüfbarkeit der Prozess- und Produktionsdaten ein wettbewerbsentscheidender Bestandteil. Ein Blick hinter die Kulissen eines Guss-Spezialisten bestätigt den dringenden Bedarf eines solchen Systems – das weit mehr zu bieten hat, als reine Datenerfassung.

Von Roll nimmt mit seinen über 180 Jahren Erfahrung in der Schweiz und in Europa im Bereich Gusseisen mit Lamellengraphit/Gusseisen mit Kugelgraphit einen Spitzenplatz ein.(Bild:  Proxia)
Von Roll nimmt mit seinen über 180 Jahren Erfahrung in der Schweiz und in Europa im Bereich Gusseisen mit Lamellengraphit/Gusseisen mit Kugelgraphit einen Spitzenplatz ein.
(Bild: Proxia)

Das in Emmenbrücke ansässige Unternehmen Von Roll Casting nimmt mit seiner über 180-jährigen Erfahrung in der Schweiz und in Europa im Bereich Gusseisen mit Lamellengraphit und Gusseisen mit Kugelgraphit einen Spitzenplatz ein. Rund 600 Mitarbeiter in der Schweiz produzieren Gussteile für weltweit über 300 Kunden nach dem Formverfahren „maschinengeformter Nassguss“: das heißt, mit einem ein- oder mehrteiligen Modell wird eine Gießform hergestellt. Der dafür verwendete Formsand (Quarzsand mit Bindemittel) ergibt eine stand- und feuerfeste Form als Negativ-Abbild des Modells.

Wie es zum MES-Entscheid kam

Ruedy Jakober, Leiter Project Office und mit seiner Stabsstelle direkt dem CEO unterstellt, berichtet, wie es zum Optimierungsprojekt mit Proxia kam: „Wir kommen aus einer eher traditionellen Positionierung und haben früher mit unzähligen Excel-Listen und nach unserem „Bauchgefühl“ unsere Produktion gesteuert und optimiert. Wir hatten aber weder zeitgenaue Fakten über den Planungsstand, noch aktuelle Ist-Daten aus der Fertigung. Weil wir auch im Automotive-Bereich tätig sind, kam dann auch der Druck unserer Kunden. Wir benötigten zur Dokumentation der Produktion unserer Teile die Zertifizierung ISO TS16949, sodass die Nachvollziehbarkeit lückenlos gewährleistet wird.“ So rückte das Thema MES (Manufacturing Execution System) automatisch in den Fokus des Unternehmens und „uns wurde schnell bewusst, dass MES viel mehr ist, als eine reine Datenerfassung. Wir haben uns deshalb relativ rasch entschieden, im ersten Schritt gemeinsam mit Proxia die Maschinendatenerfassung (MDE) zu implementieren, um aktuelle und vor allem richtige Produktions- und Prozessdaten zu erhalten, quasi die Basis für alle weiteren Schritte“, so Jakober. „Schlussendlich entscheidend für unsere Wahl des Proxia-Systems war neben der guten Referenz unseres Nachbarn, der Steeltec AG, sicherlich auch die Alles-aus-einer-Hand-Philosophie sowie die modularen Aus- und Aufbaumöglichkeiten der MES-Lösung von Proxia“, stellt Jakober fest.

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