Ultra-Wideband
Mehr als Tracking: Hier kommt UWB in der Industrie zum Einsatz

Von Peter Pirc* 7 min Lesedauer

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Die UWB-Technologie machte zuletzt in der Automobilbranche von sich reden, da sie eine zentimetergenaue Positionsbestimmung erlaubt, die zum Beispiel digitale Autoschlüssel vor Hackerangriffen schützen soll. Aber auch für Industrieumgebungen bietet UWB zahlreiche Vorteile.

Die Ultra-Breitband-Technologie kennt man bislang primär vom Asset-Tracking, doch die spezielle Form der Nahbereichsfunkkommunikation bietet weiteres Potenzial. (Bild:  NXP)
Die Ultra-Breitband-Technologie kennt man bislang primär vom Asset-Tracking, doch die spezielle Form der Nahbereichsfunkkommunikation bietet weiteres Potenzial.
(Bild: NXP)

Die Ultra-Wideband (UWB) Technologie verarbeitet in Echtzeit Kontextinformationen wie die Position, Bewegungen und die Entfernung zu anderen UWB-Geräten – und das mit einer beispiellosen Genauigkeit von wenigen Zentimetern. Viele Unternehmen haben das Potenzial des räumlichen Orientierungsvermögens und der Nutzung von UWB als Echtzeit-Ortungssystem (engl. Real-time locating, RTLS) in industriellen Umgebungen erkannt. Um das volle Potenzial von UWB für Industrieanwendungen zu verstehen, ist es wichtig, die Eigenschaften von UWB bei der Messung der Laufzeit (Time-of-Flight, ToF) und des Auftreffwinkels zu betrachten.

Was unterscheidet UWB von anderen Funktechnologien?

Im Gegensatz zu den meisten Funktechnologien arbeitet Ultra-Wideband mittels Impulsfunk. Es verwendet eine Reihe von Impulsen über ein breites Frequenzband hinweg, weshalb es manchmal auch IR-UWB oder Impulse Radio UWB genannt wird. Zum Vergleich: Satelliten, Wi-Fi und Bluetooth nutzen zur Übertragung von Informationen eine modulierte Sinuswelle über einen schmalen Frequenzbereich.