IT-Security
Malware trickst Virenscanner mit legitimen Zertifikaten aus

Von Jürgen Schreier 2 min Lesedauer

Den Missbrauch von digitalen Unterschriften und Zertifikaten haben Forscher der Universität von Maryland untersucht. Bei 189 Malware-Proben wurden legitime Zertifikate gefunden. Damit können Hacker viele Schutzmechanismen austricksen, indem sie ihre Schadprogramme als harmlose Software ausgeben.

Zahlreiche Schadprogramme geben sich mit legitimen Zertifikaten oder gefälschten digitalen Unterschriften als harmlose Apps aus.(Bild:   / CC0)
Zahlreiche Schadprogramme geben sich mit legitimen Zertifikaten oder gefälschten digitalen Unterschriften als harmlose Apps aus.
(Bild: / CC0)

Dass Antiviren-Software allein keinen ausreichenden Schutz vor Malware bietet, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Zum einen liegt das daran, dass kriminelle Programmierer sehr schnell arbeiten und immer neue Schädlinge entwickeln oder bereits bekannte Malware so modifizieren, dass sie von den Antivirenprogrammen nicht mehr identifiziert werden kann. Zwar reagieren auch die Hersteller von Virenscannern und Schutzprogrammen auf diese Entwicklungen. Trotzdem entstehen kurze Zeitfenster, in denen sich die Viren und Trojaner verbreiten können.

Angreifer versehen Malware mit legitimen Zertifikaten

Zum anderen müssen sich die lokalen Kopien der Viren-Software auf den einzelnen Computern die neuen Informationen erst einmal holen. Es muss also ein Update durchgeführt werden, damit die neuste Malware erkannt wird. Ein dritter Faktor wurde bislang jedoch weitgehend unterschätzt, denn viele der Schädlinge verfügen über legitime digitale Unterschriften oder Zertifikate, mit deren Hilfe sie Schutzmaßnahmen umgehen können.

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