Industrie der Zukunft
Lieferkette - Regionalisieren oder Digitalisieren?

Von Christian Reinwald* 7 min Lesedauer

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Seit mehr als einem Jahr kämpft die deutsche Wirtschaft immer wieder mit reißenden Lieferketten und Lieferverzug. Doch die derzeitige Knappheit bei begehrten Halbleitern, Kunststoffgranulat oder anderen Rohstoffen ist nur die Spitze des Eisberges.

Während der Pandemie haben bereits 25 Prozent der Unternehmen in Supply-Chain-Überwachung investiert, um sich besser vor Engpässen und Unterbrechungen zu schützen.(Bild:  gemeinfrei / Unsplash)
Während der Pandemie haben bereits 25 Prozent der Unternehmen in Supply-Chain-Überwachung investiert, um sich besser vor Engpässen und Unterbrechungen zu schützen.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Durch die Covid-19-Pandemie wurde deutlich, dass viele Lieferketten nur auf den ersten Blick als stabil zu betrachten sind. In den letzten zwölf Monaten hatten deutsche Unternehmen immer wieder mit Knappheiten oder sogar Unterbrechungen zu kämpfen. In Folge kam es zu Verzögerungen oder Ausfällen bei Lieferungen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die aktuellen Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Halbleitern, Kunststoffgranulat und anderen Rohstoffen nur der Anfang der Problematik sind. In einer kürzlich im Auftrag von Reichelt Elektronik durchgeführten Umfrage unter deutschen Unternehmen aus dem Fertigungssektor gaben 24 Prozent an, dass im letzten Jahr die Produktion aufgrund von Lieferengpässen ruhen musste. Durchschnittlich 35 Tage stand die Produktion im Jahr 2020 still und verursachte damit enorme finanzielle Schäden.

Welche Entwicklungen kann die hiesige Elektronikindustrie in den nächsten Monaten erwarten, welche Maßnahmen können kurzfristig getroffen werden und was lässt sich langfristig aus der Pandemie lernen? Diese Herausforderungen werden in den nächsten Monaten auf die Elektronik-Industrie zukommen.