Marktanalyse Protolabs-Chef analysiert die Zukunft des Kunststoff-3D-Drucks

Von Daniel Cohn / Protolabs 5 min Lesedauer

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Kunststoffe sind aus der Fertigung nicht mehr wegzudenken. Und sie werden noch wichtiger, wenn man vor allem an die additive Fertigung denkt, so Daniel Cohn Geschäftsführer von Protolabs Deutschland.

Daniel Cohn ist der Geschäftsführer des 3D-Druck-Spezialisten Protolabs Deutschland in Putzbrunn. Er bescheinigt der additiven Fertigung mit Kunststoff eine große Zukunft. Lesen Sie hier, warum er dieser Meinung ist ...(Bild:  Protolabs Deutschland)
Daniel Cohn ist der Geschäftsführer des 3D-Druck-Spezialisten Protolabs Deutschland in Putzbrunn. Er bescheinigt der additiven Fertigung mit Kunststoff eine große Zukunft. Lesen Sie hier, warum er dieser Meinung ist ...
(Bild: Protolabs Deutschland)

Strukturen, gegen die selbst Ameisen wie Giganten wirken, lichtdurchlässige Bauteile, die Flüssigkeitsstände erkennen lassen oder auch widerstandsfähige, gehärtete Leichtbauelemente für den Einsatz im Automobilbereich zum Abgastransport – die Liste an Einsatzmöglichkeiten additiv gefertigter Bauteile ist schier unendlich. Früher als seltsame Randerscheinung belächelt, hat sich der 3D-Druck mittlerweile zu einem wahrhaftigen Massenphänomen entwickelt, das praktisch jede Branche erreichen konnte – und dem es gelang, so manche Idee auf den Kopf zu stellen und zugleich Unmögliches möglich zu machen.

Kunststoffe spielen beim 3D-Druck eine zentrale Rolle

Was dabei vielen nicht klar ist, ist die zentrale Rolle, die hierbei Kunststoffe spielen. Zu jedem der vorab genannten Beispiele gibt es reelle Anwendungsfälle, in denen Kunststoffe zum Einsatz kommen – und anderen Materialien wie Metallen teilweise weit überlegen sind. Dabei handelt es sich hier nur um eine winzige Auswahl potenzieller Branchen, Industrien und Themenfelder, innerhalb derer der 3D-Druck einen entscheidenden Unterschied machen kann – und in Zukunft verstärkt werden wird. Die additive Fertigung – und dies sollte unstrittig sein – ist eine der Zukunftstechnologien, die Innovationskraft und fast grenzenloses Potenzial unter sich vereinen und Kunststoffe – ganz gleich, ob bereits heute verfügbare Polymere oder künftige – sind die Quelle ihrer Kraft.

Die additive Fertigung schafft nie dagewesene Designs

Wer sich eingehend mit den Möglichkeiten der additiven Fertigung auseinandergesetzt hat, weiß, dass insbesondere im Kunststoffbereich eine Vielzahl unterschiedlicher Verfahren existiert, die alle speziell auf den jeweiligen Kunststoff zugeschnitten sind. Während der Metall-3D-Druck sich stets auf eine bestimmte Legierung konzentriert, die als Pulver vorliegt und mittels eines Lasers verschmolzen werden muss, können bei der additiven Fertigung mit Kunststoffen Harze ausgehärtet, Polymerpulver verschmolzen und Elastomere durch flüssige Photopolymere verbunden werden. Selbst sauerstoffdurchlässige Optiken und programmierbare Flüssigharze kommen zum Einsatz, um Wünsche zu erfüllen und nie dagewesene Strukturen mit Designs zu schaffen, die mit klassischen Methoden nicht machbar wären.

Kunststoffe machen den 3D-Druck äußerst flexibel

Die additive Fertigung mit Kunststoffen ist dabei branchenübergreifend eine Möglichkeit, um nie Dagewesenes zu verwirklichen. Sie ermöglicht – auch aufgrund der Recycelbarkeit vieler Polymere – ein nachhaltiges Wirtschaften. Zugleich ist sie in Verbindung mit den einzigartigen Möglichkeiten des 3D-Drucks ein Vorzeichenwechsel für die Realisierung von Ideen und Innovationen. Weil durch die Schichtbauweise, die allen additiven Verfahren gemein ist, auch innen liegende Kanäle und Tunnel machbar sind, Gewinde und Überhänge aller Art realisiert werden können und die unterschiedlichen Kunststoffe sich durch eine Vielzahl an physischen, optischen und durch Nachbearbeitung erreichbaren Eigenschaften in Teilen kaum von Metallen unterscheiden, sind die Möglichkeiten dieser Kombination beinahe unbegrenzt. Damit aber nicht genug, denn Neuheiten und Markteinführungen prägen die aktuelle Diskussion rund um den 3D-Druck mit Kunststoffen – und das ganz zu Recht.

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