Smart Home
Kunden wollen einfachere Produkte und mehr Emotionen

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 4 min Lesedauer

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Die Branche redet viel über Smart Home, doch die Zielgruppe hält sich bedeckt. Entweder fehlt es an ausreichender Sicherheit oder die Anwendung ist zu kompliziert. Ein Trend ist allerdings eindeutig: Sprachassistenten übernehmen die Regie.

Wer im Markt für Smart Home erfolgreich sein will, der setzt auf Sprachassistenten. (Bild:   / CC0)
Wer im Markt für Smart Home erfolgreich sein will, der setzt auf Sprachassistenten.
(Bild: / CC0)

Seit Jahren wird prognostiziert, der Massenmarkt sei bereit für Smart Home. Aktuelle Studien zeigen allerdings ein anderes Bild. Trotz steigendem Verbraucherinteresse und zunehmender Verbreitung von Anwendungen für Smart Home kann man weiterhin nicht von einem Boom sprechen. Es gibt derzeit eine Kluft zwischen frühen Anwendern und der Mehrheit der Konsumenten. Um diese Kluft zu überwinden und letztlich erfolgreich zu sein, müssen Anbieter von Smart Home in der aktuellen Marktphase Preise reduzieren, Produkte einfacher und die Kundenkommunikation emotionaler gestalten. So gelingt es bereits einigen gut positionierten Marktteilnehmern in attraktiven Segmenten enormen Wert zu schaffen.

Nach Aussage einer repräsentativen Deloitte-Studie vom April 2018 zur Marktentwicklung in Deutschland nutzen im altersübergreifenden Durchschnitt mittlerweile 16% der Deutschen Smart-Home-Angebote. Dabei setzten sich die mittleren Alterssegmente mit 23% und Eigentümer von Häusern und Wohnungen mit 22% von anderen Kundengruppen ab. Besonders ausgeprägt ist die Affinität für Smart Home allerdings bei besonders einkommensstarken Konsumenten. In den hohen Einkommensklassen von über 4000 Euro monatliches Netto-Haushaltseinkommen liegt der Anteil der Smart Home Nutzer bereits bei 27% und ist damit dreimal höher als in den übrigen Einkommensklassen. Das zeigt: Der Smart Home Markt nimmt in Deutschland Fahrt auf.