Schweißzukunft
Künstliche Intelligenz spart bei Schweißprojekten Aufwand und Zeit

Von Peter Königsreuther 3 min Lesedauer

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Das Technologie-Institut für Metall und Engineering (TIME) kooperiert unter anderem mit der Uni Siegen, um das Schweißen „clean and digital“ zu machen. Folgendes steckt dahinter.

Künstliche Intelligenz für Schweißarbeiten: Nach Simulation und KI-Optimierung können die Projektdaten an einen Schweißroboter übertragen werden, der das Bauteil schneller und sauberer verschweißt als ein Fachmann. Experten am TIME in Wissen/Sieg arbeiten daran(Bild:  TIME)
Künstliche Intelligenz für Schweißarbeiten: Nach Simulation und KI-Optimierung können die Projektdaten an einen Schweißroboter übertragen werden, der das Bauteil schneller und sauberer verschweißt als ein Fachmann. Experten am TIME in Wissen/Sieg arbeiten daran
(Bild: TIME)

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist das wichtigste Instrument der Regionalförderung der Europäischen Union. Bald startet ein Digitalisierungsprojekt in der Region Westerwald/Siegerland mit seinen 3.000 Metallbaubetrieben, bei dem die Schweißtechnik im Fokus steht. Hinter dem das Projekt bezeichnende Akronym „exoKIwe“ verbirgt sich „exploration of KI in welding“ – also die Erprobung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Schweißtechnik. Ziel des Vorhabens ist die wissenschaftliche Untersuchung, inwieweit besonders bei kleinen Losgrößen durch eine KI-basierte Voraussage der Schweißparameter eine verbesserte Schweißnahtqualität und somit eine höhere Fertigungseffizienz und Produktqualität erreicht werden kann. Das TIME aus Wissen hat hier die Führung übernommen und kooperiert mit dem Land und der Uni Siegen.

Jede schweißtechnische Verbesserung schlägt positiv ein

Weil es sich beim Schweißen quasi um eine Hightech-Querschnittstechnologie mit sehr vielen Anwendungsmöglichkeiten und entsprechender Bedeutung für die Industrie handle, löse jede Verbesserung eine große Breitenwirkung auf die Zukunftsfähigkeit von schweißenden Unternehmen aus. Damit einher gehen enorme ökonomische und ökologische Einsparpotenziale, ist sich der TIME-Geschäftsführer, Dr. Ralf Polzin, sicher. Die Automatisierung und Digitalisierung in der Schweißtechnik werde besonders für die vielen klein- und mittelständigen Unternehmen in der Region immer wichtiger werden, damit sie dem Facharbeitermangel begegnen und wettbewerbsfähig bleiben können. Polzin macht klar: „Wir bauen dabei keine Luftschlösser, sondern setzen auf dem vorhandenen, fundierten Schweißprozessverständnis, der Werkstoffkunde und der schweißgerechten Konstruktion auf.“

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