KI fürs Retrofit

Künstliche Intelligenz hilft bei der Maschinenmodernisierung

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Eine Presse reagiert auf Materialsorten

Abweichungen von der idealen Werkzeugposition erkennt die KI ebenfalls. Liegen beispielsweise die beiden Werkzeughälften nicht genau deckungsgleich übereinander, schadet das der Bauteilqualität. Gleiches gilt, wenn das Halbzeug nicht genau mittig im Werkzeug liegt. Auch das falsche Material kann zu Fehlern führen – und eine Verwechslung ist oft nicht so einfach mit bloßem Auge erkennbar. Verschiedene Stahlsorten benötigen außerdem unterschiedliche Temperaturen und Umformkräfte. Die KI erkennt den Unterschied und weist auf Werkstoffverwechslungen hin. So kann die Anlage gestoppt und der Fehler korrigiert werden, bevor in großer Zahl fehlerhafte Bauteile produziert werden.

Aber! Eine KI muss erst trainiert werden!

Sensoren nachrüsten, KI-Software installieren, fertig? Nein, sagen die Forscher! Denn ganz so einfach sei es nicht. Denn die KI-gestützte Prozessüberwachung ist ein sogenanntes Expertensystem, das zunächst angelernt werden muss. Und zwar von einer Person, die viel Fachwissen und Erfahrung mit der entsprechenden Maschine mitbringt, wie man betont. Supervised Learning-Algorithmen sorgen dafür, dass das System schnell lernt und selbst zum Experten wird, der Fehlerbilder zuverlässig erkennen kann. So ließe sich das System auf viele verschiedene Maschinen und Produktionsprozesse trainieren. Bei allem Erfolg, soll das KI-System den Menschen aber nicht ersetzen, sondern bei seiner Arbeit unterstützen. Für Unternehmen, die unter dem Fachkräftemangel leiden, bedeutet das eine enorme Entlastung. Insgesamt gesehen, hilft die KI-gestützte Prozessüberwachung dabei, dass Unternehmen wettbewerbsfähiger werden.

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