Cybereason Honeypot
KRITIS: Häufigkeit mehrstufiger Ransomware-Angriffe nimmt zu

Von Jürgen Schreier 4 min Lesedauer

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Mit einem Honeypot analysiert das Cybersecurity-Unternehmen Cybereason Taktiken, Techniken und Verfahren, die staatlich geförderte Hacker-Gruppierungen und Cyberkriminelle gegen Anbieter kritischer Infrastrukturen einsetzen. Dabei zeigte sich, dass mehrstufige Ransomware-Angriffe gefährlicher werden und immer häufiger vorkommen.

Der Honeypot von Cybereason wurde so aufgebaut, dass er vorgeblich wie ein Elektrizitätsversorgungsunternehmen mit Niederlassungen in Nordamerika und Europa wirkte. (Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Der Honeypot von Cybereason wurde so aufgebaut, dass er vorgeblich wie ein Elektrizitätsversorgungsunternehmen mit Niederlassungen in Nordamerika und Europa wirkte.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Anfang 2020 hat Cybereason einen neuen Honeypot eingerichtet, um Taktiken, Techniken und Verfahren zu analysieren, die staatlich geförderte Hacker-Gruppierungen und Cyberkriminelle gegen Anbieter kritischer Infrastrukturen einsetzen. Der aktuelle Honeypot folgt auf einen früher eingerichteten aus dem Jahr 2018, der die gleiche Branche untersuchte. Der Honeypot wurde so aufgebaut, dass er vorgeblich wie ein Elektrizitätsversorgungsunternehmen mit Niederlassungen in Nordamerika und Europa wirkte.

Im Rahmen der aktuellen Untersuchung hat das Cybereason-Team mehrere Angreifer identifiziert, die Ransomware-Attacken ausgeführt und Daten gestohlen sowie Benutzer-/Anmeldeinformationen abgegriffen haben. Die Angreifer sind dabei in den typischen lateralen Bewegungen ins Netzwerk des vermeintlichen Opfers vorgedrungen, um so viele Endpunkte wie möglich zu infizieren. Dazu gehörten auch kritische Systeme wie die Domain-Controller, bei denen eine Infiltration einen Zeitraum von wenigen Minuten bis hin zu mehreren Stunden umfassen kann.