Umdenken wegen KI KI könnte Millionen in neue Jobs zwingen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Der Siegeszug der künstlichen Intelligenz in den Unternehmen zwingt laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Millionen Beschäftigte in Deutschland zur Umstellung bei ihrer Arbeit ...

Robotersysteme und künstliche Intelligenz sind kaum aufzuhalten. Und das gilt nicht nur für die Industrie. Nach Ansicht von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil wird das den Impuls geben, dass sich Millionen in Sachen Job umorientieren müssen. Vielleicht zur Roboterreparateurin?(Bild:  Kuka)
Robotersysteme und künstliche Intelligenz sind kaum aufzuhalten. Und das gilt nicht nur für die Industrie. Nach Ansicht von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil wird das den Impuls geben, dass sich Millionen in Sachen Job umorientieren müssen. Vielleicht zur Roboterreparateurin?
(Bild: Kuka)

Wie der Vormarsch von Systemen mit künstlicher Intelligenz die Arbeitslandschaft umkrempeln kann, ist laut Hubertus Heil zum Beispiel bei Handel, Banken und Versicherungen möglich, wo anspruchsvolle Arbeit automatisiert werden können. Heil: „Dann bleibt nur die berufliche Neuorientierung.“ In der Industrie falle die Arbeit aber nicht weg. Doch für die Arbeitnehmer änderten sich die Anforderungen. Nach einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research fühlen sich bereits 41 Prozent der Menschen in Deutschland von digitalen Systemen oft überfordert. Und knapp jeder Vierte der Befragten macht sich einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young zufolge Sorgen darüber, dass Maschinen oder Technik ihn aus dem Job drängen können.

KI wird uns die Arbeit nicht stehlen, aber ...

Heil sah sich auch den Einsatz von Hochtechnologie beim Obstanbau in Baden und die Entwicklung von Ernte- und anderen Robotern im Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen an, womit wir bei der Landwirtschaft wären. In diesem Sektor sehe man, wie Roboter Erntehelfer ersetzen könnten, die oft nur noch schwer zu finden seien. Etwa die Beerenernte könne inzwischen weit produktiver mit einem Roboter erledigt werden als durch manuelles Pflücken. Insgesamt gilt nach Meinung von Heil aber, dass auch in Zeiten der künstlichen Intelligenz der Gesellschaft die Arbeit nicht ausgehen wird – aber sie wird in vielerlei Hinsicht eine andere Arbeit sein. Näher erklärte er nichts zu dieser Anmerkung.

Kaum einer wird in Zukunft um KI herumkommen

Unersetzlich sei menschliche Arbeit aber etwa im Bereich von Gesundheit, Bildung und Pflege. Aber auch dort klopft die künstliche Intelligenz schon an die Tür – zum Beispiel, um eine Pflegekraft von Dokumentationspflichten durch Spracherkennungssysteme zu entlasten. Menschliche Arbeit könnte folglich konzentriert werden, wo sie unerlässlich sei. Heil abschließend: „Wir werden erleben, dass bis 2035 praktisch jeder Job in der einen oder anderen Weise mit KI zu tun hat.“

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