IT-Sicherheitslösungen
KI allein schafft noch keine perfekte Cybersicherheit

Von Jürgen Schreier 5 min Lesedauer

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Viele IT-Sicherheitslösungen schmücken sich damit, Künstliche Intelligenz zur Erkennung bisher unbekannter Bedrohungen einzusetzen. Allerdings sind solche NextGen Endpoint Security Lösungen nur bedingt echte "Allrounder". Mehrstufige IT-Security-Konzepte (inklusive KI) machen deshalb auch weiterhin Sinn.

Es gibt gute und schlechte Modelle der Künstlichen Intelligenz. Ein gutes KI-Modell zeichnet sich dadurch aus, dass es kompakt, schnell und universell nutzbar ist, also beim Kunden sofort und ohne spezifisches Training eingesetzt werden kann.(Bild:   / CC0)
Es gibt gute und schlechte Modelle der Künstlichen Intelligenz. Ein gutes KI-Modell zeichnet sich dadurch aus, dass es kompakt, schnell und universell nutzbar ist, also beim Kunden sofort und ohne spezifisches Training eingesetzt werden kann.
(Bild: / CC0)

Kaum ein Thema wird derzeit so stark diskutiert und vorangetrieben wie Künstliche Intelligenz. Fast jede IT-Sicherheitslösung schmückt sich damit, dass sie „Methoden der Künstlichen Intelligenz“ zur Erkennung bisher unbekannter Bedrohungen einsetzt. Manch einer verkündet gar das Ende aller anderen Sicherheitskomponenten. Plausibel? Oder gefährlicher Übereifer? Sophos Security Spezialist Michael Veit ordnet die bisherigen Erkenntnisse zu Künstlicher Intelligenz in Security-Systemen ein und stellt das Postulat für eine moderne, sichere IT-Struktur auf:

„Es stimmt, dass traditionelle signaturbasierte Anti-Virenprogramme keinen zuverlässigen Schutz gegen moderne Malware bieten. Die Cyberkriminellen haben mittlerweile dazugelernt und betreiben Qualitätssicherung, indem sie bei der Schadsoftware-Entwicklung überprüfen, ob die bekannten Virenscanner ihre neue Malware erkennen. Sie verändern diese dann so lange, bis kein Virenscanner mehr anschlägt. Dann haben die Kriminellen ein Zeitfenster von ein paar Minuten bis Stunden, in dem sie die Schadsoftware erfolgreich verbreiten können.