Personalmanagement
Kaum Stellen für Automatisierer: Wie Sie die Krise als Chance nutzen

Von Sebastian Hofmann 2 min Lesedauer

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Die Nachfrage nach Automatisierungs-Ingenieuren ist so niedrig wie seit Jahren nicht. Woran das liegt und was Unternehmen jetzt tun sollten, das hat uns ein Arbeitsmarktexperte erklärt.

Im zweiten Quartal 2020 suchten Betriebe nur noch 780 Automatisierungsingenieure – 60 % weniger als noch Anfang letztes Jahr (damals 1.900).(Bild:  ©Quality Stock Arts - stock.adobe.com)
Im zweiten Quartal 2020 suchten Betriebe nur noch 780 Automatisierungsingenieure – 60 % weniger als noch Anfang letztes Jahr (damals 1.900).
(Bild: ©Quality Stock Arts - stock.adobe.com)

2019 war ein gutes Jahr für Automatisierer. Das zeigt der Fachkräfte-Index des Personaldienstleisters Hays. Damals suchten Betriebe so viele Automatisierungsingenieure wie noch nie. Aber: Wer die vierteljährliche Erhebung heute ansieht, dem bietet sich ein ernüchterndes Bild. Inzwischen sind fast 1.100 Stellen weniger ausgeschrieben als noch im ersten Quartal 2019. Es ist ein Rückgang von fast 60 Prozent.

„Kein Wunder in Zeiten von Corona“, denkt sich da jetzt mancher. Doch das ist ein Trugschluss. „Die Pandemie ist bloß ein Brandbeschleuniger, meint Oliver Kowalski, Director Technologie & Ingenieurwesen bei Hays. Seit Jahren berät der Experte Mittelständler zu Personalfragen. „Die wirtschaftliche Lage des Industriesektors war auch vorher schon schlecht.“ Und wenn es nicht gut läuft, dann seien eben die Automatisierungs-Abteilungen die ersten, bei denen gespart werde. „Das liegt daran, dass sich Effizienzgewinne dort oft nur langfristig erzielen lassen“, erklärt der Personalberater. „Viele Unternehmen haben dafür in zu geringen Zeiträumen gedacht und sich eher auf die Produktentwicklung konzentriert.“ Ein fataler Fehler, wie Kowalski findet. Denn: „Wer in guten Zeiten Prozesse automatisiert, ist später besser gegen Krisen gewappnet.“

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