Identitätsmanagement
Produktionssicherheit und Compliance in Einklang

Ein Gastbeitrag von Tamer Kemeröz, Vorstand, MTG AG 5 min Lesedauer

Die Anforderungen an die IT- und OT-Sicherheit steigen schneller, als viele Industrieunternehmen sie operativ umsetzen können. NIS2 und CRA erhöhen den Druck massiv. Ein CLM-System (Certificate Lifecycle Management) ist ein zentraler Baustein für eine sichere und eigenständige Umsetzung kryptografischer Prozesse und Schlüsselstrukturen.

Die Managed-PKI-Lösung mit integriertem CLM von MTG und Darz ist spezifisch auf die Bedürfnisse des Mittelstands zugeschnitten.(Bild:  MTG AG)
Die Managed-PKI-Lösung mit integriertem CLM von MTG und Darz ist spezifisch auf die Bedürfnisse des Mittelstands zugeschnitten.
(Bild: MTG AG)

Die regulatorische Dichte steigt: Mit der zweiten Network and Information Security Directive (NIS2) und dem Cyber Resilience Act (CRA) definiert die EU neu, was „Stand der Technik“ in der Cybersicherheit bedeutet. Für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau geht es dabei um weit mehr als das Abhaken von Compliance-Checklisten. Die sichere Identität von Maschinen, Sensoren und Steuerungseinheiten wird zum kritischen Faktor für die Betriebsfähigkeit. Angesichts verkürzter Zertifikatslaufzeiten und geopolitischer Risiken müssen Hersteller ihre Strategie für kryptografische Schlüssel und Zertifikate grundlegend überdenken, hin zu mehr Automatisierung und europäischer Datensouveränität.

Während Kritis-Betreiber bereits seit längerem im Fokus stehen, rücken durch die neuen Richtlinien NIS2 und CRA nun auch weite Teile des Maschinenbaus und der Zulieferindustrie in den Geltungsbereich. Dies gilt zumindest dann, wenn sie beispielsweise Unternehmen der Branchen Lebensmittel, Chemie oder Pharma zum Kundenkreis zählen oder diese adressieren. Das Ziel der EU lautet dabei: Einen europäischen Rechtsrahmen zu schaffen, der verbindlich regelt, wie digitale Infrastrukturen und vernetzte Produkte abzusichern sind.