Automatisierungstools
OT und IT koppeln: Konnektivität gemeinsam erreichen

Ein Gastbeitrag von Henry Claussnitzer, Business Engagement Manager, Omron Europe 5 min Lesedauer

Um Ziele wie Effizienz, Flexibilität und Nachhaltigkeit erreichen zu können, müssen Unternehmen Betriebs- und Informationstechnolgie (OT und IT) bestmöglich aufeinander abstimmen. Mit Automatisierungstools, die IT und OT verknüpfen, können Fertigungsunternehmen dieser Herausforderung begegnen. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt eine Kooperation von Dassault Systèmes, Omron und Nokia.

Durch die Zusammenarbeit von IT und OT entsteht eine beidseitige Informationsstraße, die zu greifbaren Verbesserungen wie schnellerer Produktmarkteinführung und effizienterem Einsatz von Arbeit und Ressourcen führt.(Bild:  Omron)
Durch die Zusammenarbeit von IT und OT entsteht eine beidseitige Informationsstraße, die zu greifbaren Verbesserungen wie schnellerer Produktmarkteinführung und effizienterem Einsatz von Arbeit und Ressourcen führt.
(Bild: Omron)

Wirtschaftliche Unsicherheit, ein Mangel an qualifizierten Mitarbeitern, Produktneuheiten und Klimaneutralität: Unternehmen stehen derzeit vor einem Berg an Herausforderungen, die sich nur mithilfe einer strategisch fundierten Digitalisierungsstrategie bewerkstelligen lassen. In einer Deloitte-Studie aus dem Jahr 2019 erklärten 86 Prozent der befragten Führungskräfte in der Fertigungsindustrie, dass Smart-Factory-Lösungen in den nächsten fünf Jahren zu den zentralen Faktoren für ihre Wettbewerbsfähigkeit gehörten. Doch je mehr das Interesse an digitalen Tools wächst, umso deutlicher zeigt sich, dass OT (Operational Technology) und IT (Information Technology) oft weit auseinanderklaffen. Damit heutige Visionen für eine Fertigung der Zukunft Realität werden können, müssen diese beiden Welten strategischer zusammengeführt werden.

Missverständnisse bei der Terminologie

Immer mehr Experten sprechen sich für eine Konvergenz von IT und OT aus. Wer sich mit derartigen Überlegungen beschäftigt, sollte sich aber zunächst mit ein paar Missverständnissen in Bezug auf die Terminologie auseinandersetzen: IT, OT und IoT (Internet of Things) mögen sich auf den ersten Blick zwar ähneln, doch sie haben sehr unterschiedliche Bedeutungen. Während sich operative Technologie, also Hard- und Software zur Kontrolle von industrieller Ausstattung, auf das Verhalten und die Ergebnisse von Maschinen konzentriert, bezieht sich IT auf Information und Kommunikation. OT umfasst die Systeme, die eine Schnittstelle zur realen Welt bilden, darunter Steuerungen, Aktoren und Sensoren. IT wiederum beinhaltet Computer, Datenspeicherung, Netzwerkinfrastruktur, Software und Abläufe, die zur Erzeugung elektronischer Daten verwendet werden. OT überwacht Ereignisse, Prozesse und physische Geräte und erzeugt Informationen, die dann von IT-Systemen verarbeitet werden. Das IoT ist der Datenfluss zwischen diesen beiden Welten – ohne Daten kein IoT.