Expertenbeitrag

 Stephan Ellenrieder

Stephan Ellenrieder

Senior Vice President Central and Eastern Europe und Geschäftsführer PTC Deutschland, PTC GmbH

Stephan Ellenrieder, PTC
IoT-Trends 2018: "PLM, rollenbasierte Apps und AR"

Von Stephan Ellenrieder 5 min Lesedauer

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Stephan Ellenrieder, Geschäftsführer von PTC Zentraleuropa berichtet von Erfahrungen mit Kunden und Geschäftspartnern. Die Themen des letzten Jahres - d.h. Hausaufgaben rund um die Digitalisierung ihrer Daten - bleiben wichtig. Es gibt aber auch neue Trends, die wir im Auge behalten sollten.

Stephan Ellenrieder(Bild:  PTC)
Stephan Ellenrieder
(Bild: PTC)

Seit einigen Jahren bin ich nun schon für PTC aktiv, zunächst verstärkt im Automotive-Bereich, jetzt als Geschäftsführer Zentraleuropa. Es ist immer wieder interessant, wenn ich auf die verschiedenen Rollen zurückblicke, die ich im Laufe der Zeit eingenommen habe: Lösungs-Berater, Partner, Verkäufer, Manager und viele mehr. Vor allem in den letzten Jahren haben sich jedoch zunehmend zwei weitere Rollen herauskristallisiert, die mir ebenfalls sehr viel Freude bereiten: IoT-Geschäftsmodellaufdiesprüngehelfer und Digitalisierungsbeschleuniger. Klingt vielleicht komisch, aber genau das beinhalten sie. Mehr und mehr Unternehmen melden sich bei mir und bitten um Gespräche, Brainstorming-Sessions und ganze Workshops, da sie ihre IoT-Strategie angehen möchten. In diesen Stunden philosophieren wir dann gemeinsam über den jeweiligen Markt, die Chancen und Herausforderungen der Branche, die technischen Möglichkeiten und die möglichen Positionen und Aktionsrahmen für das Unternehmen. Meistens stellen wir dabei jedoch fest, dass die Hausaufgaben der Digitalisierung noch gar nicht gemacht worden sind. „Wie, welche Hausaufgaben?“, wird dann gefragt. Und schon kommt der Digitalisierungsbeschleuniger in mir durch.

Bevor wir überhaupt über IoT, AR & Co. sprechen können, sollten wir zunächst über die Digitalisierung der Produktdaten und die Vernetzung mit relevanten Unternehmenssystemen wie ERP oder CRM sprechen. Genauer gesagt über eine zentrale Datendrehscheibe, auf die jede Unternehmensabteilung zugreifen kann. Ob das überhaupt noch zeitgemäß ist, wurde ich zuletzt gefragt. Ich sage: dies ist die Grundlage für jede IoT-Strategie. PLM-Systeme können solch eine Funktion erfüllen und daher kommt es nicht von ungefähr, dass wir bei PTC die Definition „PLM = IoT“ formuliert haben und die PLM-Technologie die Hauptrolle für das sogenannte Closed Loop Lifecycle-Prinzip spielt. Die zentrale Sammlung von Produkt- und Anwendungsdaten, die dank der IoT-Technologie nun auch aus dem Feld kommen, sowie die Analyse und Bereitstellung dieser Daten und Erkenntnisse für alle Unternehmensbereiche bilden die Grundlage dafür, das volle Potential aus seinem vorhandenen Datenpool schöpfen zu können.