Von der Feldebene bis in die Cloud
Intelligente Sensornetze optimieren Zerspanungsprozesse

Von Jürgen Schreier 6 min Lesedauer

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Zerspanungsprozesse lassen sich mithilfe intelligenter Sensornetzwerke analysieren. Dazu werden Werkzeugrevolver und Tooling mit Sensoren ausgerüstet, die eine Vielzahl von Daten liefern und miteinander kommunizieren. Edge-Computer verarbeiten die Daten in Echtzeit. Spezifische Auswertelogiken reduzieren die Daten, kombinieren sie und übermitteln signifikante Informationen an Auswerteeinheiten. Diese erzeugen ein genaues Bild des Bearbeitungsprozesses.

Mit sensorgestützten Systemen lassen sich Zerspanungsprozesse besser überwachen und regeln.(Bild:  Sauter)
Mit sensorgestützten Systemen lassen sich Zerspanungsprozesse besser überwachen und regeln.
(Bild: Sauter)

Die Digitalisierung bietet Maschinenbauern die Möglichkeit, Werkzeugmaschinen zu optimieren und deren Effizienz zu steigern. Allerdings greifen Unternehmen der spanenden Fertigung aus dem Mittelstand bislang noch wenig auf Industrie-4.0-Lösungen zurück. Häufig erfolgt die Regelung von Werkzeugmaschinen manuell oder über binäre Signale. Es fehlen einheitliche Kommunikationsstandards zur einfachen und intelligenten Vernetzung von Maschinen in der industriellen Produktion.

Mit OPC UA herstellerunabhängig Maschinen vernetzen

Das Maschine-zu-Maschine-Kommunikationsprotokoll OPC Unified Architecture (OPC UA) gilt als vielversprechende Lösung, um herstellerunabhängig Maschinen miteinander zu vernetzen und deren Daten sinnvoll zu bündeln. Sauter, Hersteller von Werkzeugrevolvern, B-Achsen, Motorspindeln, Tooling, Rundtischen und Automationslösungen, setzt auf die Weiterentwicklung OPC UA TSN – eine Kombination mehrerer Technologien, die Daten herstellerübergreifend und in Echtzeit mit einem einheitlichen, offenen Standard übertragen. Der Spezialist für Werkzeugträgersysteme will damit eine durchgehende Kommunikation von der Feldebene bis in die Cloud sicherstellen.