Intelligente Stromnetze
Intelligente Geräte für das Stromnetz – aber wie sicher sind sie?

Von Linda Bergmann 6 min Lesedauer

Der höchste Entwicklungsstandard einer Anlage hat nur so viel Wert wie ihre schwächste Security-Lösung. Das ist bei Stromnetzen nicht anders. Die IEC 62351-Norm gibt einen Überblick über Angriffsformen und Möglichkeiten, die Cyber-Resilienz der Netze zu stärken.

Die IEC 62351-Norm bietet einen Leitfaden, um verschiedene Angriffsformen auf Energienetze identifizieren und schützen zu können.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Die IEC 62351-Norm bietet einen Leitfaden, um verschiedene Angriffsformen auf Energienetze identifizieren und schützen zu können.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Kritische Infrastrukturen, und zu diesen zählen intelligente Stromnetze, sind so komplex wie gleichzeitig fragil und angreifbar. Das liegt an der Vielzahl beteiligter Komponenten, die erst einen reibungslosen Betrieb gewährleisten. Dazu zählen beispielsweise Fernbedienungsterminals (Remote Terminal Units oder kurz RTU), speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS), Feldgeräte und verschieden Arten von Netzteilen. Man fasst diese Geräte üblicherweise unter dem Überbegriff „IED“, intelligente elektronische Geräte, zusammen. Will man Sicherheit gewährleisten, gilt es sämtliche dieser Komponenten ununterbrochen zu überwachen, um Anzeichen für einen möglichen Angriff frühzeitig zu erkennen und die Vorgänge richtig einzuordnen.

Die IEC 62351-Norm (Deutsche Fassung EN 62351-7:2017) zur Überwachung industrieller Netzwerke bietet ein gutes Rahmenwerk, um vier unterschiedliche Angriffsformen besser identifizieren zu können, die gemeinhin als eher schwer zu erkennen gelten. Hilfereich sind zudem neuartige Ansätze, um den Status aller inventarisierten Systeme zu überwachen, Bedrohungen schneller zu erkennen und so die Cyber-Resilienz der Netze insgesamt zu stärken.