User Experience
Industrial Usability: Warum sich durchdachte UX-Konzepte lohnen

Ein Gastbeitrag von Marcel Möstel* 7 min Lesedauer

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War die Benutzerfreundlichkeit im industriellen Kontext lange Zeit das etwas vernachlässigte Stiefgeschwister von Produktivität und Stabilität, zeichnet sich analog zum B2C- auch im B2B-Kontext ein Paradigmenwandel ab. Doch wie schafft man ansprechende Nutzungserlebnisse?

Ein gutes Nutzererlebnis macht nicht nur Prozesse effizienter, sondern steigert auch die Attraktivität eines Unternehmens für junge Fachkräfte.(Bild:  gemeinfrei / Unsplash)
Ein gutes Nutzererlebnis macht nicht nur Prozesse effizienter, sondern steigert auch die Attraktivität eines Unternehmens für junge Fachkräfte.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Ganz klar: Produktivität und Stabilität sind die zwei Maxime, die für Anwendungsoberflächen im Industriesektor am wichtigsten sind. Usability ist in der Welt des B2B-Business traditionell zweitrangig. Die Folge: Oberflächen, die zwar ihren Zweck erfüllen, aber hinsichtlich der User Experience (UX) nicht zeitgemäß sind. Gleichzeitig haben sich bei Consumer-Produkten intuitive Konzepte des UX-Designs etabliert, was die Diskrepanz im direkten Vergleich noch deutlicher macht.

Der Status quo

Nutzerinnen und Nutzer digitaler Dienste profitieren in ihrem Alltag ständig von optimierter UX, ohne dies überhaupt aktiv wahrzunehmen. Das beginnt mit der mühelosen Google-Suche auf allen Geräten, geht über die Freigabe von mobilen Zahlungen mittels Face-ID sowie die Buchung des nächsten Urlaubs in wenigen Klicks und findet sich auch auf sämtlichen Social-Media-Kanälen und deren intuitiver Bedienung wieder. Die jahrelange Optimierung der Nutzeroberflächen hat zu einer digitalen Landschaft geführt, in der sich nahezu jeder Mensch unkompliziert zurechtfindet.