Cyber-Security
IIoT-Sicherheit – Wie auch KMUs neue Chancen nutzen können

Ein Gastbeitrag von Dickson Usuwa* 4 min Lesedauer

Der Ausbau des IIoT schreitet stetig voran. Aber bietet das IIoT auch Chancen für Mittelständler und kleine Unternehmen oder profitieren nur die Großen? Wie KMUs aktuelle Sicherheitsherausforderungen im industriellen Umfeld mit weniger Kapital und Manpower lösen können.

Auch bei KMUs wird die IoT-Infrastruktur zunehmend komplexer und die systematische Absicherung entsprechend schwieriger. Dennoch sollten kleinere Unternehmen nicht vor neuen Technologien zurückschrecken und smarte Lösungen suchen.(Bild:  gemeinfrei // Unsplash.)
Auch bei KMUs wird die IoT-Infrastruktur zunehmend komplexer und die systematische Absicherung entsprechend schwieriger. Dennoch sollten kleinere Unternehmen nicht vor neuen Technologien zurückschrecken und smarte Lösungen suchen.
(Bild: gemeinfrei // Unsplash.)

Die Vorteile, die der Einsatz des IIoT mit sich bringt, sprechen für sich: Fertigungsprozesse lassen sich besser planen und effizienter gestalten. Produktionsausfälle können vermieden und Lagerbestände reduziert werden. Materialien müssen nicht mehr vorgehalten werden, die Fertigung erfolgt nun On-Demand und On-Site. Eine Vielzahl intelligenter Sensoren liefert Realtime-Insights, das Realtime-Monitoring ermöglicht eine bessere Wartung und Instandhaltung. Die Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette laufen automatisiert ab und die Supply Chain wird immer transparenter. Kurz: Industrieunternehmen müssen verstärkt auf das IIoT setzen, wenn sie dem Druck im nationalen und internationalen Umfeld standhalten wollen. Für große Unternehmen ist das sicher einfacher als für kleine und mittlere, könnte zumindest vermutet werden. Verfügen sie doch über weitaus mehr Kapital und Manpower als KMUs. Kapital und Manpower allein werden hier jedoch kaum zum Erfolg führen.

Keine Angst vor der Komplexität

Die meisten Fertigungsunternehmen – ob groß oder klein – haben bereits Maschinen im Einsatz, die miteinander über das Internet kommunizieren und Daten austauschen. Sie sind quasi der neue Standard. Solche Maschinen benötigen in regelmäßigen Abständen Updates vom Hersteller oder werden ferngewartet. Sie sind so programmiert, dass sie dauerhaft online sind. In dem Moment, wo internetfähige Maschinerie ins Produktionsumfeld integriert wird, ist die gesamte Umgebung angreifbar. Hacker können die Geräte aufspüren und im schlimmsten Fall Produktpläne, Produktionsdaten oder Designs stehlen. Billige Produktkopien, Produktionsausfälle oder Lieferverzögerungen sind die Folge.