Huaweia Sanktionen stören das Wachstum von Huawei kaum

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Der chinesische Technologiekonzern Huawei erwirtschaftet, wie heute durchsickerte, trotz westlicher Sanktionen Gewinne in Milliardenhöhe .

Verrechnet! Der linke Arme des Huawei-Managements – hier mit hauseigener Watch verziert – kann lässig nach unten hängen. Denn trotz aller Sanktionen aus dem Westen und den USA wächst das Hightech-Unternehmen unaufhaltsam. Hier mehr zu den Gründen ...(Bild:  Huawei)
Verrechnet! Der linke Arme des Huawei-Managements – hier mit hauseigener Watch verziert – kann lässig nach unten hängen. Denn trotz aller Sanktionen aus dem Westen und den USA wächst das Hightech-Unternehmen unaufhaltsam. Hier mehr zu den Gründen ...
(Bild: Huawei)

Während Huawei in der Heimat floriert, zieht der Westen die Zügel so fest wie nie zuvor an – das schadet aber offensichtlich nicht. Denn im Geschäftsjahr 2025 erhöhte Huawei trotz aller Sanktionen dennoch den Umsatz von umgerechnet rund 108,5 Milliarden auf etwa 111 Milliarden Euro. Damit haben die Chinesen ihren Nettogewinn von knapp 7,9 Milliarden auf etwa 8,6 Milliarden Euro hochgeschraubt, wie es weiter heißt. Sehr Auffällig seien dabei die Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die im vergangenen Jahr einen Rekordwert von etwa 24,2 Milliarden Euro erreichten, was rund 21,8 Prozent des Gesamtumsatzes sei. Über die vergangenen zehn Jahre summieren sich die Investitionen in diesem Bereich übrigens auf 174 Milliarden Euro.

Huaweis bester Prozessor ist in der Massenfertigung

In Deutschland müssen Mobilfunkbetreiber bekanntlich bis Ende 2026 alle Komponenten von Huawei und ZTE aus ihren 5G-Kernnetzen entfernen, während für die Systeme der Zugangs- und Transportnetze eine Frist bis 2029 gilt. Auf EU-Ebene dringt die EU Kommission mittlerweile auch noch auf ein verbindliches Verbot von Hochrisiko-Anbietern in allen Mitgliedstaaten. Und auch die USA haben ihre Beschränkungen mit der neuen „Cyber Strategy 2026“ auf Endkunden-Hardware (Router und Drohnen) ausgeweitet, wie man vielleicht weiß. Die Strategie der USA, den Huawei-Konzern von westlicher Technologie abzuschneiden, muss aber angesichts aktueller Durchbrüche als gescheitert betrachtet werden. Denn auf dem chinesischen Smartphone-Markt hat Huawei den US-Rivalen Apple wieder von der Spitzenposition gekickt. Gleichzeitig wird der Kirin 9020 – Huaweis aktueller „High End“-Prozessor – trotz strenger westlicher Embargos in China in rauen Mengen produziert.

Huawei-Chip kann auch Nvidia ins Schwitzen bringen

Die Aufholjagd von Huawei betrifft aber nicht nur den Smartphone-Markt, sondern auch das lukrative Geschäft mit Anwendungen künstlicher Intelligenz (KI). Mit dem für dieses Jahr noch angekündigten KI-Chip Ascend 950 positioniere sich Huawei dabei als ernsthafter Konkurrent zu Branchengrößen wie Nvidia, was den Bereich lokaler Rechenzentren angeht. Auch bei der Software emanzipiere sich das Unternehmen vollständig. Denn das hauseigene Betriebssystem „HarmonyOS Next“ kommt mittlerweile gänzlich ohne Android-Basis oder Linux-Kern aus. Es etabliert sich so als drittes großes, unabhängiges Ökosystem auf dem Markt der Betriebssysteme. Ende 2025 liefen bereits über 36 Millionen Geräte auf den neuesten Versionen dieses Systems.

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