KI-Beratung Neues AI Center of Excellence von Hewlett Packard Enterprise

Quelle: Hewlett Packard Enterprise 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat ein AI Center of Excellence für Zentraleuropa gegründet. Dessen Leitung übernimmt Stefan Brock.

Stefan Brock, der Leiter des neugegründeten AI Center of Excellence von HPE, sieht in der Initiative den Türöffner für Unternehmen, mit Hilfe von generativer KI nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erzielen.(Bild:  Hewlett Packard Enterprise)
Stefan Brock, der Leiter des neugegründeten AI Center of Excellence von HPE, sieht in der Initiative den Türöffner für Unternehmen, mit Hilfe von generativer KI nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
(Bild: Hewlett Packard Enterprise)

Gemeinsam mit seinem Team übernimmt Brock nun die Aufgabe, Unternehmen bei der Integration von künstlicher Intelligenz zu unterstützen. Dabei soll es laut einer entsprechenden Pressemitteilung des Unternehmens vor allem darum gehen, den Übergang von technischen Tests zu echten wirtschaftlichen Vorteilen zu gestalten.

Das AI Center of Excellence solle daher vor allem die Entwicklung wertschöpfender und skalierbarer KI-Anwendungen, technische Implementierungen und organisatorische Transformationsprozesse fokussieren. „KI ist nicht einfach eine neue Applikation – sie hat weitreichende Auswirkungen auf Mitarbeiter, Sicherheit, Kosten und Geschäftsmodelle“, erklärt Stefan Brock.
In Zusammenarbeit mit seinem Partner-Ökosystem will die Einrichtung verschiedene Dienstleistungen anbieten. Hierzu zählen neben der Use-Case- auch die Strategieentwicklung. Hinzu kommen Angebote für das Architekturdesign sowie Test- und Prototyping-Dienste. Auch technische Tests sollen im TISAX-zertifizierten HPE Customer Technology Center in Böblingen durchführbar sein.

Offizielles Kickoff-Event geplant

Der Startschuss fand gemeinsam mit Industrievertretern am 25. März 2025 in Böblingen statt. Hieran sollen weitere Events in Deutschland, Österreich und der Schweiz anschließen.

Laut HPE bringt Stefan Brock umfangreiche Erfahrung aus seiner vorherigen Position als Industry Partner und Strategist des Unternehmens mit. Er hat Firmen des Automobil- und Produktionssektors bei deren Daten- und KI-Strategie beraten und gilt als Experte für datenzentrische Architekturen. Brock ist Co-Autor des Buches „Data-Centric Architecture for Dummies“ und Herausgeber eines demnächst erscheinenden Werks über datenzentrische Unternehmen.

Drei Fragen an Stefan Brock

Mit dem neu gegründeten AI Center of Excellence von Hewlett Packard Enterprise wollen Sie und Ihr Team Ihren Kunden dabei helfen, „den Schritt zu machen vom technischen Probieren zum unternehmerischen Nutzen mit künstlicher Intelligenz“. Wie schaffen Sie das konkret?

Stefan Brock: Wer mit KI nachhaltigen unternehmerischen Nutzen schaffen will, braucht eine große Bandbreite an strategischen, organisatorischen und technischen Fähigkeiten. Jedes Unternehmen hat da ein eigenes Stärken/Schwächen-Profil – davon hängt ab, welche Hebel man ansetzen muss.

Viele Firmen starten zum Beispiel mit einer breiten Einführung von KI-Assistenten, stellen aber irgendwann fest, dass die Produktivitäts-Gewinne marginal sind. Hier ist zunächst einmal Grundlagenarbeit erforderlich, etwa mit Discovery-Workshops, Use-Case-Entwicklung und Strategieentwicklung. Andere Firmen wissen schon sehr genau, was sie mit KI erreichen wollen, haben aber Schwierigkeiten, vom Prototyp in die breite Anwendung zu kommen – das beruht in der Regel auf einer Vielzahl von Gründen, etwa fehlende IT-architektonische Voraussetzungen, falsch aufgesetzte Projektsteuerung oder kulturelle Widerstände. Mit unserem AI Center of Excellence verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz und haben den Anspruch, Kunden in allen diesen Situationen zu helfen. Natürlich schaffen wir das nicht alleine, sondern wir ziehen je nach Bedarf Experten hinzu, aus unserem eigenen Unternehmen und aus unserem Partner-Ökosystem.

Eine weitere Aufgabe des AI Center of Excellence soll es sein, Anwender und Technologiepartner zum Erfahrungsaustausch zusammen zu bringen. Was versprechen Sie sich davon?

Stefan Brock: KI ist zwar medial omnipräsent, aber die praktische Umsetzung ist für die meisten Firmen nach wie vor Neuland – auch weil KI kein Produkt ist, sondern ein komplexes Zusammenspiel von Daten, Prozessen, Werkzeugen, Modellen und Menschen. Das heißt: wir müssen alle voneinander lernen, von unseren Fehlern und von unseren Erfolgen. Darum ist Community-Arbeit in dieser Phase der Entwicklung so wichtig. Dabei muss man aber immer im Blick behalten, dass jede Firma letztlich ihren eigenen, einzigartigen Weg finden muss. Wer nur Best Practices kopiert, erreicht keinen Wettbewerbsvorteil.

Sie selbst haben sich auf datenzentrische Architekturen und Geschäftsmodelle spezialisiert. Inwieweit nutzt Ihnen dieses Wissen für die neue Aufgabe?

Stefan Brock: Es gerät leicht in Vergessenheit, dass KI nichts anderes ist als die derzeit ausgefeilteste Form der Datenwertschöpfung. Das, was KI an Mehrwert schafft, muss vorher in den Daten enthalten gewesen sein. Oder, um eine etwas abgenutzte, aber in diesem Fall sehr zutreffende Metapher zu benutzen: KI ist nur die Spitze eines Eisbergs aus Daten. Das bedeutet auch: Wer mit KI Erfolg haben will, muss mit Governance, kulturellem Wandel, IT-Architektur und Prozessen das Datenfundament dafür schaffen.

Da gibt es noch sehr viel zu tun. Gerade für Industrie-Unternehmen in Deutschland und Europa ist es wichtig, das zu verstehen. Denn ihr exklusiver Fundus an industriellen Daten ist ihr Kapital – es ist ihre Chance, KI zum Motor ihrer Wertschöpfung zu machen, um im globalen Wettbewerb erfolgreich zu sein.

Das Interview führte Sebastian Human.

(ID:50346222)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung