200 Jahre Fahrrad
Historisches Laufrad nachgebaut und elektrifiziert

Von Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein 4 min Lesedauer

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Vor 200 Jahren – am 12. Juni 1817 – fuhr der Erfinder Karl von Drais erstmals eine längere Fahrt mit seinem Laufrad, der Urform des Fahrrades. Dieses Jubiläum nahm ein Team der Universität des Saarlandes zum Anlass, das historische Fortbewegungsmittel nachzubauen und zu elektrifizieren. So entstand die „Draisine 200.0“. Zudem nutzten die Informatiker das Projekt, um Softwareprogramme für die E-Bike-Industrie zu optimieren.

Am 12. Juni 2017 feiert die erste Radtour ihren 200. Geburtstag. Aus diesem Anlass fasste Holger Hermanns, Professor für Informatik an der Universität des Saarlandes den Entschluss, das Laufrad des Karl von Drais nachzubauen und es dabei gleich mit einem Elektroantrieb auszustatten.(Bild:  Oliver Dietze / Uni des Saarlandes)
Am 12. Juni 2017 feiert die erste Radtour ihren 200. Geburtstag. Aus diesem Anlass fasste Holger Hermanns, Professor für Informatik an der Universität des Saarlandes den Entschluss, das Laufrad des Karl von Drais nachzubauen und es dabei gleich mit einem Elektroantrieb auszustatten.
(Bild: Oliver Dietze / Uni des Saarlandes)

Kleinkinder nutzen das Laufrad noch heute, das Erfinder Karl von Drais erstmals am 12. Juni 1817 auf einer längeren Fahrt erprobte. 200 Jahre später machen Informatiker der Saar-Uni diese Urform des Fahrrades auch für Erwachsene attraktiv. Zu Ehren des Erfinders besteht der Prototyp zwar noch immer komplett aus Holz, verfügt jedoch auch über Elektromotor, Batterie, Sensoren und Mini-Computer. Sobald sich der Fahrer mit den Beinen vom Boden abstößt, schaltet sich der Motor ein und verleiht Fahrer samt Gefährt zusätzlichen Antrieb. Mit ihrer „Draisine 200.0“ wollen die Informatiker die Aussagekraft mathematischer Beweise testen, um damit unter anderem die Software von E-Bikes sicherer zu machen.

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Grundlagenforschung für Elektro-Fahrrad-Industrie

Holger Hermanns ist Professor für Informatik an der Universität des Saarlandes und mittlerweile auch in der Fahrrad-Szene bekannt. Mit seiner Grundlagenforschung will er der schnell wachsenden Elektro-Fahrrad-Industrie helfen, Programmierfehler zu vermeiden, die in anderen Industriezweigen bereits für Schlagzeilen sorgten. Hermanns ist überzeugt: „Wenn es uns gelingt, die automatische Verifikation der Software zum Industriestandard zu machen, werden wir so etwas wie den Dieselskandal nicht mehr erleben“.

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