Expertenbeitrag

 Mauro Adorno

Mauro Adorno

Managing Director für Europa, ToolsGroup GmbH

Supply Chain Trends
Heiter bis wolkig: Offene Supply Chain Plattformen in der Cloud

Von Mauro Adorno 4 min Lesedauer

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Was nicht wenigen klar war, legte die Covid-19-Pandemie schonungslos offen: Globale Lieferketten sind fragiler als viele wahrhaben wollten. Können offene Supply Chain Plattformen in der Cloud für mehr Widerstandsfähigkeit sorgen?

Offene Plattformen in der Cloud sollen zukünftig auch dem Supply-Chain-Management zugute kommen.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Offene Plattformen in der Cloud sollen zukünftig auch dem Supply-Chain-Management zugute kommen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Das vergangene Jahr offenbarte, wie wichtig Verbindungen in der Supply Chain sind. Das hat sich bereits zu Beginn der Pandemie gezeigt, als Unterbrechungen bei den Komponenten-Herstellern aus Wuhan die Produktionslinien der Autohersteller in aller Welt zum Erliegen brachten. Solche Unterbrechungen werden durch eine mangelhafte Orchestrierung vor- und nachgelagerter Lieferketten verursacht.

Wenn Teile einer Lieferkette in ein Silo geraten, tritt der Bullwhip-Effekt (eine menschliche Überreaktion bei der Planung, die zu Fehl- und Überbeständen führt) ein und verstärkt die Trennung zwischen dem vorgelagerten Angebot und der Kundennachfrage. Zum Beispiel planen und verwalten viele Unternehmen den Transport getrennt von der Materialhandhabung. Der Bullwhip-Effekt führt dort dann dazu, dass die Kalkulation der Ressourcen, wie viele Lkws wann und wo benötigt werden und der Lieferkettenplan nicht mehr aufeinander abgestimmt sind.