Hannover Messe Datenräume und Verwaltungsschalen: Das zeigt die SmartFactory-KL in Hannover

Quelle: SmartFactory-KL e.V. 2 min Lesedauer

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Auf der diesjährigen Hannover Messe können Interessierte am Stand der SmartFactory-KL einen Einblick in das Konzept der Datenräume und Verwaltungsschalen erhalten. Die Technologie-Initiative will auf diese Weise komplexe Technologien einfach verständlich machen.

Zwei Produktionsinseln am Stand der SmartFactory-KL verdeutlichen anhand der Herstellung eines Modell-LKW exemplarisch die Funktionsweise eines Datenraums.(Bild:  SmartFactory-KL)
Zwei Produktionsinseln am Stand der SmartFactory-KL verdeutlichen anhand der Herstellung eines Modell-LKW exemplarisch die Funktionsweise eines Datenraums.
(Bild: SmartFactory-KL)

Es gibt Technologien, deren Potential die Vorstellungskraft sprengen kann. Aktuell sind das Datenräume oder Verwaltungsschalen (VWS). Die SmartFactory Kaiserslautern (SF-KL) hat sich für die Hannover Messe 2024 vorgenommen, genau hier anzusetzen.

Auf ihrem Stand werden zwei Produktionsinseln zu sehen sein: _KUBA und _SKYE. Sie fertigen einen Modell-LKW, der jedoch lediglich als Beispielprodukt dient. Dabei wird die gesamte Organisation über einen Datenraum abgewickelt.

Die Idee dahinter ist eine Shared Production, bei der alle Services wie KI-Methoden oder auch Maschinenfähigkeiten im Datenraum angemeldet und darüber auswählbar sind. Benötigt ein Produkt beispielsweise ein Loch, sucht es im Datenraum nach einem Anbieter, der dieses Loch fertigen kann. „Dabei spielt es keine Rolle wie dieses Loch hergestellt wird,“ erläutert Dr. Ingo Herbst, Leiter der Kommunikation der SF-KL. „Es könnte gebohrt, gefräst oder per Hand hergestellt werden. Es zählt nur das Resultat.“ Auch der Hersteller einer Maschine ist austauschbar, was für Interoperabilität sorgt. „Die Voraussetzung für die Teilnahme an Datenräumen sind Verwaltungsschalen“, so Herbst weiter. Eine Maschine muss mit anderen Services kommunizieren können, ihre Fähigkeiten kennen und auch ihre Auslastung. „Wir zeigen live, wie die Verwaltungsschale arbeitet. So können Besucherinnen und Besucher beispielsweise verfolgen, wie Services ausgewählt werden, aber auch wie viel Energie bei der Produktion gerade verbraucht wird oder den CO2-Fußabdruck des LKW beobachten.“

Demos sollen Konzepte greifbarer machen

Mit Vorführungen versucht die SF-KL das Verständnis für diese Technologie zu erhöhen. Zu erwarten sind keine Animationen oder Bilder, sondern industrielle Anwendungsszenarien. So wird auch die Kreislaufwirtschaft in Form eines Use Cases zur Wiederverwendung vorgeführt. Während der Konfiguration eines LKW wird über die VWS vorgeschlagen, ein gebrauchtes Teil zu nutzen, um CO2 und Geld zu sparen.

Zudem bereiten die Fachleute eine interaktive VWS vor. „Wir wollen es Besuchenden ermöglichen, an Touchscreens die Verwaltungsschale, ihre Funktionalitäten und ihren Nutzen selbst zu erleben“, erläutert Herbst. „Damit haben wir letztes Jahr begonnen und werden es dieses Jahr weiter verfeinern.“

Für besondere Aufmerksamkeit wird zudem ein KI-gesteuertes Sicherheitskonzept für flexible Produktionsanlagen und fahrerlose Transportfahrzeuge sorgen, ist sich Herbst sicher. Dabei wird gezeigt, wie eine Produktionsanlage agil und somit situationsadäquat auf Gefahrenlagen reagieren kann. So kann sie zum einen unterscheiden, ob sich ein Mensch oder eine Maschine dem Gefahrenbereich nähert. Die Reaktionsvielfalt reicht von keiner Änderung über Geschwindigkeitsreduktion bis Stillstand. „So erhöht dieses Konzept im Endeffekt die Wertschöpfung, weil Anlagen nicht mehr völlig abschalten müssen, sondern angepasst reagieren können“, so Herbst. Es kommt nicht zwangsläufig immer zum Produktionsstopp.

Sicherheitslösungen sind bei der SF-KL von Anfang an Teil der Produktionsarchitektur. „Wir müssen Security heute schon mitdenken, denn wenn letztlich eine Anlage aus Sicherheitsgründen nicht freigegeben wird, bringt das niemandem etwas“, sagt Herbst. Auch Safety ist ein Thema. „Wir müssen nicht nur Menschen vor Maschinen schützen, sondern auch Maschinen vor Fehlbedienungen oder Manipulation. Auch hier haben wir Idee und Lösungen zu bieten.“

Die SmartFactory-KL hat ihren 200m² großen Stand D 18 in Halle 8.

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