Predictive Maintenance
Hannover Messe 2018: Störgeräusche an der Maschine "messen"

Von Jürgen Schreier 4 min Lesedauer

Das Fraunhofer IDMT aus Oldenburg zeigt auf der Hannover Messe den Prototypen eines neuen kognitiven Systems. Dieses arbeitet mit akustischer Sensorik und dient der vorausschauenden Wartung. Eine ähnliche KI-basierte Lösung stellt das tschechische Startup Neuron Soundware vor.

Als Anwendungsbeispiel haben die Forscher des Fraunhofer IDMT eine Axialkolbenpumpe gewählt. (Bild:  Fraunhofer IDMT)
Als Anwendungsbeispiel haben die Forscher des Fraunhofer IDMT eine Axialkolbenpumpe gewählt.
(Bild: Fraunhofer IDMT)

Intelligente akustische Sensoren verarbeiten batteriebetrieben an Ort und Stelle Audiosignale von Maschinen und Anlagen. Aus den Informationen, die drahtlos an eine Auswerteeinheit weitergeleitet werden, lassen sich Rückschlüsse auf den Zustand der Fertigungsanlagen ziehen und mögliche Schäden vermeiden. Den Prototypen eines solchen kognitiven Systems zur vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance) von industriellen Produktionsanlagen zeigt das Fraunhofer IDMT aus Oldenburg auf der Hannover Messe (Halle 2, Stand C22).

Als Anwendungsbeispiel wurden die Axialkolbenpumpen gewählt. Die Maschinen wandeln mechanische in hydraulische Energie um. An Bau- oder Landmaschinen helfen sie, schwere Lasten zu heben, oder sie sind Teil industrieller Fördertechnik. "Bislang kommen diese Systeme ohne fest installierte akustische Zustandsüberwachung aus", berichtet Danilo Hollosi, Leiter "Akustische Ereigniserkennung" der Oldenburger Projektgruppe Hör-, Sprach- und Audiotechnologie des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT. "Kognitive Systeme können hier sehr leistungsfähig sein. Das zeigen wir mit unserem neuen Demonstrator."