Schwerpunktthema bei den Fachpressetagen 2023
Green Automation: Wie Automatisierung grünen Prozessen Schwung verleihen kann

Ein Gastbeitrag von Dipl.-Ing. (FH) Nora Crocoll und Dipl.-Wirt. Ing. (FH) Alex Homburg* 4 min Lesedauer

Green Automation hieß der Schwerpunkt bei den diesjährigen Fachpressetagen des Redaktionsbüro Stutensee. Manchem stellt sich dabei eventuell die Frage: Ist das Thema inzwischen nicht genau so abgedroschen wie Digitalisierung, Industrie 4.0 oder andere Schlagwörter?

Liegt in der Green Automation die Zukunft produzierender Unternehmen?(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Liegt in der Green Automation die Zukunft produzierender Unternehmen?
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Bei den Fachpressetagen des Redaktionsbüro Stutensee zog sich ein Aspekt durch die gesamte Veranstaltung: grüne Technologien und Geschäftsprozesse. Die beschriebenen Ansätze reichten von Zertifikaten für einen gepflanzten Baum statt Werbegeschenke bis hin zu mehr digitalen statt ausgedruckten Unterlagen – in vielen Vorträgen klangen Umweltschutz und Nachhaltigkeit mit an. Bezeichnend dabei: Es wurde viel authentischer vermittelt als noch vor einigen Jahren, ganz ohne den fahlen Beigeschmack von Greenwashing. Es scheint, als habe nachhaltige Produktion die Automatisierungsunternehmen nun wirklich erreicht.

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Wasserstoff für Mobilität nutzbar machen

Wasserstoff wird in den Medien zwiespältig diskutiert, grüner Wasserstoff könnte jedoch unter bestimmten Voraussetzungen zur ökologischen Alternative zum Diesel-Lkw werden. Wichtig ist dann aber der Ausbau eines geeigneten Tankstellennetzes. In seinem Vortrag zeigte Christian Wirl von Wika, welche messtechnische Anforderungen beim Betrieb von H2-Tankstellen bestehen: Drücke bis 900 bar und Temperaturen von -40°C bis +85°C. Doch auch bestimmte Normen, die derzeit noch permanent im Wandel sind bringen Herausforderungen mit sich (Bild 2). Die physikalischen Eigenschaften von Wasserstoff machen den Einsatz ebenfalls nicht einfacher: Er ist hochentzündlich, extrem klein, dringt damit in Metallstrukturen ein und kann diese verspröden. Zudem kann er die gewünschte Langzeitstabilität von Messsignalen beeinflussen. Dennoch ist der Referent davon überzeugt: „Der messtechnische Bedarf für die Infrastruktur wird sich zielstrebiger befriedigen lassen, sobald die laufenden Normgebungen weitgehend abgeschlossen sind. Parallel dazu ist die Wasserstoff-Branche bestrebt, die Kosten beim Bau und Betrieb von Tankstellen durch Standardisierungen, günstigere Komponenten und optimierte Abläufe zu senken, um das H2-Tanken auch preislich attraktiv zu gestalten. Daraus ergeben sich zusätzliche Anforderungen für die Mess- und Regeltechnik in Richtung Effizienzsteigerung.“

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